03.05.-03.06.2018 „Lust an der List“

Die DDR und das politisch-gesellschaftliche Kabarett
Eine Ausstellung über die Besonderheiten des ostdeutschen Kabaretts bis heute

Erinnern Sie sich noch an Kabarettveranstaltungen in der DDR der 1980er Jahre? Hören, was zwischen den Zeilen gesagt wurde, befreit darüber lachen, was sich die Kabarettisten getraut haben, im Stillen darüber wundern, was „genehmigt“ wurde – so oder so ähnlich haben viele DDR-Bürger Kabarettabende erlebt.
Das „Lesbar machen“, was zwischen den Zeilen stand, war eine der Stärken des DDR-Kabaretts, wobei sich manche Studenten-Kabaretts oftmals noch etwas mehr getraut haben als die etablierten Bühnen.
Mit „Lust an der List“ versteckten die Kabarettisten hinter der offenen Lüge die Wahrheit, die von den Zuschauern natürlich entdeckt und mit Beifall honoriert wurde. Damit war das Kabarett eine der wenigen künstlerischen Ausdrucksformen, die eine Kritik an den bestehenden Problemen der DDR in der Öffentlichkeit erlaubte.

Nach dem Herbst 1989 gab es auf einmal viele Möglichkeiten, kreativ und ohne Zensur Themen satirisch auf den Punkt zu bringen. Doch die große Konkurrenz auf dem nun gesamtdeutschen Markt stellte die ostdeutschen Ensembles vor neue Herausforderungen. Dennoch wussten und wissen sich viele der ehemaligen DDR-Kabaretts zu behaupten.


Kabarett_Leporello_kleinEine Ausstellung des
Martin-Luther-King-Zentrums Werdau


 

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