9. August, 18:00 Uhr: Gesprächsrunde zum Prager Frühling

50 Jahre Niederschlagung des Prager Frühlings und die Reaktion der DDR

Ein „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ sollte das Resultat der Reformbemühungen der Kommunistischen Partei in der ČSSR mit Alexander Dubček sein. Die Garantie
von Grundrechten und eine gelockerte Planwirtschaft mit mehr Freiheiten für die Betriebe ließen jedoch die Machthaber in der Sowjetunion befürchten, dass die Reformbewegung eine Sogwirkung auf die anderen Ostblockstaaten ausübt. Das stellteeine Gefahr für den  Sozialismus dar.
Die Reaktion: In der Nacht vom 20. auf den 21. August 1968 rücken Truppen von fünf Warschauer-Pakt-Staaten in die ČSSR ein.
Als es nach dem 21. August 1968 in der DDR zu Demonstrationen und Verteilung von Flugblättern kommt, werden die Proteste durch die Sicherheitsorgane der
DDR unterdrückt.

In einem Impulsreferat wird der Leiter der Gedenkstätte, Dr. Daniel Bohse, die Reaktionen auf den Prager Frühling im Bezirk Magdeburg darstellen.

In einer Gesprächsrunde kommen Zeitzeugen zu Wort, die die damaligen Ereignisse hautnah miterlebt haben:

Waltraut und Gerhard Zachhuber, Theologen i. R. aus Magdeburg
Sie besuchten im Frühjahr 1968 Familienangehörige in der Slowakai und erlebten dort die Diskussionen um die Reformen und die Hoffnungen und Ängste über den Ausgang der Ereignisse.

Hans-Jürgen Fink, Journalist aus Berlin
Der damalige westdeutsche Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler weilte zu Forschungstätigkeiten von 1967 bis 1968 an der Ökonomischen Hochschule Prag. Von 1994 bis 1998 war er Regierungssprecher in Sachsen-Anhalt.


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