Ausstellungseröffnung „Vergessenes Magdeburg“ – Rückblick auf den 22. Juni 2017

Unwetter über Magdeburg, Baumsicherung auf der Lübecker Straße und Straßenbahn-Chaos – eigentlich denkbar ungünstige Voraussetzungen für einen Ausstellungsbesuch. Trotzdem haben sich etwa 15 interessierte Magdeburger im ehemaligen Gerichtssaal der Gedenkstätte am Moritzplatz eingefunden, um mit der Fotografin Jutta Rödling auf eine Zeitreise zu gehen.

Zu Beginn des Abends sprach die Leiterin des Dokumentationszentrums, Frau Dr. Wiebke Janssen, in einer offenen Runde über die Idee, diese Ausstellung aus dem Jahr 1997 wieder zu beleben und zu ergänzen und stellte Jutta Rödling vor.
Die Magdeburgerin Jutta Rödling, Jg. 1942, hat nach ihrer Ausbildung zur Fotolaborantin und Fotografin von 1964 bis 2005 als Fotografin im Kulturhistorischen Museum Magdeburg gearbeitet. Nach ihren Beweggründen zur Motivauswahl gefragt, erzählte Frau Rödling von einer Auftragsarbeit im Rahmen ihrer Tätigkeit als Museumsfotografin. Der Hasselbachplatz und Umgebung sollten „durchfotografiert“ werden. Und auf ihrem täglichen Weg zur Arbeit sah Jutta Rödling Straßen, Plätze, Gebäude, die Geschichten erzählen, die sich täglich verändern. Es entstand die Idee, diese Bilder zu bewahren, mit Hilfe des Mediums, das Jutta Rödlings Metier ist, ihre Leidenschaft: mit der Fotografie.

Diese Fotos haben die Besucher gemeinsam mit Jutta Rödling erkundet. Und sich erinnert: An die langjährige Bauphase der Leiterstraße, an den „Fruchthof“, den viele Magdeburger „Fruchthöfchen“ nannten (warum nur??), genaue Ortsbestimmungen machten die Runde: „Wo war denn dieses Geschäft in der Stendaler Straße genau?“, Berichte über gezielte „Verschönerungen“ an den Gebäuden zu offiziellen Feiertagen – und dazu die Erläuterungen durch die sympathische Fotografin.



Fotos: Bettina Wernowsky