Dauerausstellung

„Grundsätzlich kann von jedem Beschuldigten ein Geständnis erlangt werden.“ (Zitat aus einer Weiterbildung für Vernehmer der Staatssicherheit)

Object in an exhibition-roomDie im Januar 2012 eröffnete neue Dauerausstellung der Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg und des Bürgerkomitees Magdeburg e.V. dokumentiert die Nutzungsgeschichte des Gebäudekomplexes am Moritzplatz für den Zeitraum 1945 bis 1989. Sie umfasst zwölf Ausstellungsräume, darunter ein mit Originalmobiliar hergerichtetes ehemaliges Vernehmerzimmer.

VernehmerraumDie Dauerausstellung ist chronologisch und thematisch aufgebaut:
Jeder Periode der politischen Repression in der DDR sind bestimmte Themen zugeordnet.

Im Zellentrakt behandeln fünf Räume die Geschichte und Nutzung der Haftanstalt bis zu ihrer Übernahme durch das Ministerium für Staatssicherheit im Jahre 1958. Den Ereignissen vom 17. Juni 1953 in Magdeburg, während derer die Haftanstalt gestürmt und 221 Häftlinge befreit wurden, ist ein ganzer Raum gewidmet.

Friedliche Revolution 1989In insgesamt sieben Räumen im Vorderhaus wird die politische Verfolgung durch das MfS im Bezirk Magdeburg thematisiert und bezogen auf diesen Ort die Untersuchungshaft beim MfS dargestellt, des weiteren die Friedliche Revolution 1989 und die Auflösung des Geheimdienstapparates.

Mit der Dauerausstellung ergeben sich speziell für die Bildungsarbeit mit SchülerInnen neue und bessere Möglichkeiten. Anhand regional-historischer Fallbeispiele können einzelne Themen unmittelbarer und konkreter erschlossen werden. MultimediastationenMittels über Multimediastationen abrufbarer Zeitzeugeninterviews werden Haftschicksale vorgestellt, die nicht nur tiefere Einblicke in den Haftalltag, sondern auch Einsichten über den Unrechtscharakter der SED-Diktatur ermöglichen. Darüber hinaus können für die pädagogische Arbeit mit den Ausstellungsinhalten zwei mit Arbeitsmaterialien ausgestattete Projekträume genutzt werden.

Die Dauerausstellung und der hierfür erforderliche Umbau des Vorderhauses wurden durch den Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, das Land Sachsen-Anhalt, den Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR des Landes Sachsen-Anhalt und die Landeshauptstadt Magdeburg großzügig gefördert.

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