Feedback zu Projekttagen


Ein bilinguales Langzeitprojekt

Am 6. April 2017 startete ein besonderes Projekt mit dem Magdeburger Hegel-Gymnasium:
Die bilinguale 10. Klasse hat sich im Fachpraktikum Geschichte mit verschiedenen Aspekten der DDR-Geschichte auseinander gesetzt.

Der erste Teil des Projektes fand im Gedenkstättenkomplex in deutscher Sprache statt. Vier Themenfelder waren zu bearbeiten. In verschiedenen thematischen Untergruppen haben sich die SchülerInnen den authentischen Ort Untersuchungshaftanstalt erschlossen, haben sich mit der Arbeitsweise des MfS beschäftigt, Haftgründe und Repressionen gegen Andersdenkende (speziell Jugendliche betreffend) kennen gelernt,  und haben sich Infos zu Opposition und dem Herbst 89 erarbeitet.

Im zweiten Teil dieses besonderen Projektes stand die Umsetzung der Ergebnisse in die englische Sprache im Mittelpunkt. Und vor allem – in welcher Form sollen diese Ergebnisse aufbereitet und verarbeitet werden? Kann man die Ergebnisse vielleicht sogar nachnutzen? In dieser zweiten Phase haben die SchülerInnen eigenständig gearbeitet, auch im Gedenkstättenkomplex, wie z.B. zu Dreharbeiten für Kurzfilme.

Am 4. Mai war es dann soweit. Die Resultate dieses Langzeitprojektes wurden in der Schule im Beisein einer Lokal-Journalistin der Magdeburger Volksstimme (erschienen in der Volksstimme vom 12.05.17/ S. 17) und der verantwortlichen Projektbetreuerin des Dokumentationszentrums vorgestellt:
Die Kreativität und das Können der SchülerInnen führte dazu, dass 2 Filme, ein 3D-Modell, ein Vortrag mit Info-Karten, ein professioneller Flyer, ein PowerPoint-basierter Vortrag und ein Lückentext entstanden sind. Zum Teil wurden die Umsetzungen mit Websites gekoppelt, die über entsprechende QR-Codes zu erreichen sind.
Und nicht zu vergessen: Alles in hervorragendem Englisch!
Sämtliche Projektergebnisse können in weitere Projekte eingebunden werden, sei es durch das Dokumentationszentrum, sei es in der Schule als ergänzende Medien im Unterricht.



Konzentrierte (An)Spannung vor der Präsentation der Ergebnisse und Konzentration mit Spaß – das war der gelungene Abschluss dieses außergewöhnlichen Projektes


Fotos: Bettina Wernowsky, Dokumentationszentrum

Und im Mittelpunkt: Die Biografie

Die SchülerInnen der 10. Klassen der Gesamtschule Langenweddingen haben sich mit einem Aspekt der DDR-Geschichte am authentischen Ort auseinandergesetzt.
Am 15. und 17. Februar 2017 waren sie mit ihren Lehrerinnen zu Gast in der ehemaligen Stasi-Untersuchungshaftanstalt.

Führungen durch Zellentrakt, Vernehmerraum und Besucherkeller haben die SchülerInnen bei der Erschließung des authentischen Ortes unterstützt, im anschließenden Projekt wurden dem Ort dann Gesichter und Schicksale zugeordnet.

Jeder Schüler und jede Schülerin hat sich eine Biografie ausgesucht, ohne etwas von den Geschichten hinter den Namen zu wissen. Die meisten der in der Dauerausstellung dokumentierten Biografien betreffen Menschen, die im jugendlichen Alter von der Staatssicherheit „bearbeitet“, verhört und verhaftet wurden. Oftmals waren sie dabei im selben Alter wie die SchülerInnen, das erleichtert natürlich den Zugang zur „Geschichte, die hinter dem Namen steht“. Und der Vergleich zur aktuellen Lebenswelt der Jugendlichen fällt dadurch auch leichter.

Nach 4 Stunden intensiver Auseinandersetzung mit dem Ort und mit Lebensläufen, nach Diskussionen untereinander und durch Nachfragen standen als Ergebnis Vorträge und Statements, die zum Nach-Denken und Weiter-Denken anregten.

Hören – Sehen – Lesen – (Nach)DenkenP1000643

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Wieder einmal außer Haus

Am 12. und 13.12.2016 haben sich die 10. Klassen der Wartbergschule Niederndodeleben über den „Herbst ’89 in Magdeburg“  und die Friedliche Revolution informiert. Die Infos bekommen die Schüler durch eine Ausstellung und einen Film, vorbereitete Arbeitsblätter erleichtern das Erschließen. Innerhalb der Projekttage haben die Schüler Aufgaben gelöst, ein Kreuzworträtsel geknackt (Was war denn nun das Symbol der Friedlichen Revolution? Die Taube oder die Kerze?) und haben versucht, die Überwindung der Angst der Demonstrierenden im Herbst 89 mit Situationen aus ihrem eigenen Erleben zu vergleichen.


Besuch im Hegel-Gymnasium Magdeburg

Wir hatten für den 16. 09. 2016 ein einmaliges Projekt für Schulen angeboten:
Eine Autorenlesung mit der gebürtigen Magdeburgerin Anne Hahn. Das Hegel-Gymnasium hat diese Autorenlesung für eine 10. und eine 11. Klasse möglich gemacht und somit stand für die SchülerInnen zweier Klassen dieser Magdeburger Schule etwas Besonderes auf dem Stundenplan: Anne Hahn hat gelesen. Und sie hat erzählt. Und sie hat Fotos gezeigt.
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Aus dem Buch Der weiße Strich. Vorgeschichte und Folgen einer Kunstaktion an der Berliner Mauer“ und aus dem Buch „Gegenüber von China“, ein autobiografischer Roman über Punk in der DDR, Flucht und Stasi-Haft hat Frau Hahn gelesen, dazwischen über sich und ihr Leben in der DDR gesprochen und ist mit den SchülerInnen ins Gespräch gekommen. Ihr lebendiger, anschaulicher Schreibstil ist bei den SchülerInnen und beiden Lehrerinnen gut angekommen und mit ihrer offenen, unkomplizierten Art
hat Anne Hahn schnell Zugang zu den SchülerInnen gefunden.
(Fotos: Dokumentationszentrum)


Projekttag außer Haus

Am 14.12. und 15.12.2015 fanden an der Wartbergschule in Niederndodeleben  Projekttage zum Thema „Der Herbst 89 in Magdeburg“ statt.
In der Aula der Schule stehen die 20 Ausstellungsflächen, die neben einem Filminput als Quelle für die Schülerarbeit genutzt werden. Alle 10. Klassen der Wartbergschule werden an beiden Tagen einen Schritt zurück in der Geschichte gehen.
Trotz Vorweihnachtsstimmung kurz vor den Ferien sind die Schüler voll bei der Sache – bei den Fragen, bei der Diskussion, bei den Statements. Einige Schüler nehmen Fragen mit nach Haus: zu den Eltern, Großeltern, Familien…
Termine für das Jahr 2016 stehen auch schon fest – für die nächsten 10. Klassen!


Arbeiten mit Biografien – Ein Projekttag in der Dauerausstellung

Am 07.12.2015 war eine 8. Klasse des Magdeburger Hegel-Gymnasiums zu Gast. Die SchülerInnen sollten und wollten sich eigenständig mit dem Thema Repression in der DDR, Haft und Haftgründe und die Folgen danach beschäftigen. Der Ansatz dabei war das selbständige Annähern an Biografien und Lebensgeschichten und das jugendliche Alter der SchülerInnen. Denn die meisten der dokumentierten Biografien betreffen Menschen, die im jugendlichen Alter von der Staatssicherheit „bearbeitet“, verhört und verhaftet wurden. Der Vergleich zur aktuellen Lebenswelt der Jugendlichen wird dadurch erleichtert. 

Nach dem Kennenlernen des authentischen Ortes durch eine Führung haben sich die Jugendlichen an IHRE Biografie herangetastet. In kleinen Gruppen wurde konzentriert gearbeitet, untereinander diskutiert und Fragen gestellt.  Insgesamt 5 Stunden Auseinandersetzung mit Lebensläufen vor einem vergangenen gesellschaftlichen Hintergrund führten im Ergebnis zu Vorträgen, die Wichtiges von Unwesentlichem trennten, die zu Diskussionen anregten und zu nachdenklichen Statements der Jugendlichen. 

Der Projekttag aus der Sicht der Schüler – Danke dafür!