Unsere Arbeit 2020

Einblicke und Ausblicke, und was wieder geht …

Vieles ist in diesem Jahr anders als sonst. Wir müssen auf unsere gewohnten und bewährten Dinge verzichten, wir müssen auch leider (noch) auf unsere öffentlichen Veranstaltungen verzichten.
Aber: am 13.08.2020, dem 59. Jahrestag von Mauerbau und Festschreibung von deutscher Teilung, war für uns die erste Führung, seit März 2020! Der Bundeswehrstandort Burg war mit einer Gruppe vor Ort, spannend und interessant war es für beide Seiten: für uns, weil eine Führung unter den derzeitigen Hygiene-Bedingungen ein modifiziertes Konzept erfordert und für die Soldaten, weil sie sich mit einem Thema deutscher Geschichte auf eine andere Art befasst haben, als mit einem Buch vor der Nase.


So. Ab 2. November
war dann alles wieder anders – keine Besucher mehr möglich, den Schulen wieder abgesagt, nur die Bibliothek kann nach Voranmeldung noch genutzt werden.


Und, was hatten wir sonst noch vor? Zum einen wurde mit dem Aufbau einer Datenbank begonnen, in der das „Gedächtnis“ des Bürgerkomitees mit all den Akten und Dokumenten aus den Anfangszeiten digital erfasst wird. Unglaublich (gut), dass noch so viel Schriftgut erhalten ist. Viel Spannendes kam noch einmal zu Tage, sehr viel floss in das Forschungsprojekt zu den Anfängen des Bürgerkomitees ein: Eine Mitarbeiterin hat, überwiegend im Home-Office, zahlreiche Aktenordner aus dem Archivbestand des Dokumentationszentrums gesichtet, ausgewertet, bewertet und Ergebnisse zusammen getragen. Hilfreich und sehr spannend waren dabei auch die Tagebuchaufzeichnungen von Gründungsmitgliedern, die ein authentisches Bild der ereignisreichen Zeit von 1989/90 zeigen und manches hautnah nachempfinden lassen.

Dieses Projekt ist inzwischen abgeschlossen, d. h., jetzt liegt alles in den bewährten Händen der Druckerei und wir sind gespannt!

Denn, trotz Corona bleiben Feiertage, Jubiläen und – Geburtstage! 2020 steht der Geburtstag des Bürgerkomitees (der Träger des Dokumentationszentrums) als Verein im Kalender.

Ein Blick auf das Cover.

Neugierig geworden? Hier an dieser Stelle können Sie bald mehr dazu erfahren.


Die Foto-Ausstellung wurde fertig gestellt und am 11.08., unter Beachtung der Hygiene-Bedingungen, für die Öffentlichkeit frei gegeben.

„Geschichte hat einen Ort, jeder Ort hat eine Geschichte“, Eine fotografische Spurensuche
Vom 11.08.-30.09.2020 konnten die Besucher neue Blickweisen und ungewöhnliche Perspektiven nach-vollziehen und neu-entdecken.

(c) karin freistedt
(c) lorlies bernstein

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Die neue Ausstellung seit 1. Oktober thematisiert die Zeit von 1989/1990 und setzt Schlaglichter, unter dem Motto: „Von der Friedlichen Revolutuion zur Deutschen Einheit“. 

Die Massenflucht von DDR-Bürgern aus Ungarn und der CSSR im Sommer 1989 veranlaßt immer mehr Menschen in der DDR, auf die Straße zu gehen und gegen die Politik des SED-Regimes zu protestieren. Im Bild: Teilnehmer der sogenannten Montagsdemonstration in Leipzig Bundesregierung / Foto Harald Kirschner

 

 

 

 


Unsere Bildungsarbeit hat sich in Zeiten der Pandemie ebenfalls verändert! Alle bisher gebuchten echten Projekttage fanden nicht statt! Die LehrerInnen vermissen uns, wir vermissen sie auch, sie und natürlich die SchülerInnen! (Übrigens, es gibt bereits Projekt-Anmeldungen für 2021!)
Aktuell haben wir ein virtuelles Angebot für Schulen erarbeitet, dass bei uns nachgefragt werden kann. Damit besteht die Möglichkeit, aus dem Klassenzimmer heraus, oder vom heimischen PC, virtuell ein Thema zu bearbeiten.

Tien Duc Nguyen SKL

Tien Duc Nguyen SKL

  • Das Thema: „Man hat Arbeitskräfte gerufen und es kommen Menschen!“ (M. Frisch) Ausländergruppen und Alltagsrassismus in der DDR
  • das Konzept gibt es hier
  • das digitale Angebot kann man (voererst) erfragen

An den Präsenztagen werden die gedruckten Neuanschaffungen in die Bibliothek eingearbeitet, neue Bücher und Medien warten auf interessierte LeserInnen:

Die Bibliothek ist nach Voranmeldung, unter Berücksichtigung der hygienischen Auflagen, für Besucher geöffnet. Entliehene Bücher gehen nach der Rückgabe in „Quarantäne“, keine 14 Tage, aber 24 Stunden (lt. Empfehlung des deutschen bibliotheksverbands). Der Leseraum kann von einem Besucher genutzt werden.


Eine öffentliche Lesung haben wir am 15.10. versucht, mit Anmeldung, begrenzt auf 20 Personen, so viele wurden es dann doch nicht. „Herbstjahr“ von Ralph Grüneberger stand auf dem Programm.

Und wenn es derzeit wieder nicht möglich ist, öffentliche Autorenlesungen anzubieten, leihen Sie sich die Bücher eben bei uns aus, auch „Herbstjahr“!


Fotos: (c) Dokumentationszentrum

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