Bekanntes und Neues in der Bibliothek

Wir möchten Sie hier auf einige aktuelle Neuanschaffungen unserer Bibliothek aufmerksam machen. Und auf interessante Bücher, die wir sonst noch im Bestand haben…


Die Treuhand
Idee- Praxis- Erfahrung
Marcus Böick; Wallstein Verlag, Göttingen 2018

Mit der Treuhand existierte eine der umstrittensten Organisationen in der deutschen Geschichte. Massen-entlassungen, Branchenabwicklungen, kontroverse Diskussionen und öffentliche Skandale sind bis heute im öffentlichen Gedächtnis geblieben. Und die Folgen der „Abwicklung“, zumeist zugunsten westdeutscher Investoren, sind noch bis heute spürbar. Der Autor wirft mit dem vorliegenden Band „erstmals einen zeithistorischen Blick auf den widersprüchlichen Auftrag des Wirtschaftsumbaus und rückt dessen Personal in den Fokus.“ (Verlagstext)


Ein Spaziergang war es nicht
Kindheiten zwischen Ost und West
Hrsg. Anna Schädlich und Susanne Schädlich; Wilhelm Heyne Verlag; München 2012

Das vorliegende Buch vereint eine Sammlung von Texten, die die Kinder bekannter Eltern, Künstler und Schriftsteller verfasst haben. Die Eltern sind in den 1970er und 1980er Jahren aus der DDR ausgereist oder wurden abgeschoben. Die Kinder nahmen sie mit. Für diese war es ein unvorbereiteter Schritt, mit Auswirkungen auf das gesamte Leben danach. „Ein Spaziergang war es nicht, von Deutschland nach Deutschland zu kommen.“ Unter den Autoren finden sich zum Beispiel die Kinder von Stefan Krawcyk, Sarah Kirsch oder Christian Kunert.


Heldenkult und Heimatliebe
Straßen- und Ehrennamen im offiziellen Gedächtnis der DDR
Johanna Sänger; Ch. Links Verlag, Berlin 2006

Johanna Sänger legt hier, lt. Verlagstext, „die erste umfassende überregionale Studie zur Benennungspraxis in Ostdeutschland zwischen 1945 und 1995 vor.
Bemerkenswert ist, dass viele Städte und Gemeinden sehr schnell bereit waren, sich von „kulturellen Symbolen“ zu trennen. Andererseits führte der Sturz von Denkmälern oder die
Umbenennung von Straßen und Plätzen auch zu heftigen Diskussionen.


Fernsehen, Revolution und das Ende der DDR
Thomas Großmann; Wallstein Verlag, Göttingen 2015

Proteste, Opposition und Demonstranten allein haben nicht den Fall der Mauer herbeigeführt. Fernsehen in Ost und West spielte eine entscheidende Rolle. Thomas Großmann analysiert und dokumentiert anhand von Sendungen, Berichten und Archiv-material die Wechselwirkung zwischen Medien und Zuschauern, den Akteuren der friedlichen Proteste im Sommer und Herbst 1989.


StasiBilder der Allmacht
Die Staatssicherheit in Film und Fernsehen
Hrsg. Andreas Kötzing; Wallstein Verlag, Göttingen 2018

Die Staatssicherheit spielt in Filmen über die DDR eine besondere Rolle. Die »Bilder der Allmacht«, die dabei entstehen, werden in diesem Band analysiert. (Verlagstext)


So schmeckte es in der DDR
Ein Lach- und Sachbuch vom Essen und Trinken
Thomas Heubner; Eiulenspiegel Verlag, Berlin 2004

Wie schmeckte es in der DDR? Was gab es, wenn es etwas gab? Das Buch erinnert auch an DDR-Spezialitäten, wie Jägerschnitzel oder Toast Hawai, gewürzt und garniert mit Erinnerungen und Anekdoten um das Gaststättenwesen, Kantinen-Essen, Schlange-Stehen oder den Umgang mit dem Mangel. Aus dem Verlagstext:
„Ein normales Kochbuch beginnt mit: >>Man nehme …<<
Ein schottisches Kochbuch beginnt mit: >>Man borge …<<
Ein DDR-Kochbuch beginnt mit: >>Man besorge …<<“