Bekanntes und Neues in der Bibliothek

Wir möchten Sie hier auf einige aktuelle Neuanschaffungen unserer Bibliothek aufmerksam machen. Und auf interessante Bücher, die wir sonst noch im Bestand haben…


„…auf deutsch sozialistisch zu denken…“
Mosambikaner in der Schule der Freundschaft
Uta Rüchel; Aus der Reihe „Sachbeiträge (18) der LStU Sachsen-Anhalt, Magdeburg 2001

Die Schule der Freundschaft in Staßfurt ist einzigartig in der Geschichte der DDR, da dieses entwicklungspolitische Projekt einen längeren Zeitraum umfasste als vorherige  Zusammen-arbeiten im Bildungsbereich. 1979 bis 1988 wurden hier Kinder und Jugendliche ausgebildet. Die Autorin untersucht und dokumentiert neben dem Alltag der jungen Mosambikaner auch die Integration in die DDR-Gesellschaft und die Vorbereitungen auf die Rückkehr in das afrikanische Heimatland. Statt Aufbau des Landes erwartete die Rückkehrer Krieg und die Armee …


Die „vergessenen“ Kinder der Margot H.
oder Liebe mich dann, wenn ich Dich am meisten brauche
Hannelore Kittel; Julius Groos Verlag, Heidelberg 1994

Die Autorin berichtet anhand von Beispielen über den Umgang mit geistig schwerst behinderten Kindern in der DDR und stellt Anspruch und Realität auf den Prüfstand.


Dirk_1Wo ist Dirk, Herr Honecker? Der Fall Dirk Schiller
Ein deutsch-deutscher Reportage-Roman
Ines Veith; Eigen Verlag, Hemmingen 1988

Die Autorin hat nach Berichten von Heidi Schiller die Geschichte des verschwundenen Dirk erzählt, der im März 1979 spurlos verschwand. Unglück oder Entführung? Der Fall beschäftigt die Beteiligten bis heute.

 


Friedliche Revolution 1989/1990 in Sachsen-Anhalt
Hg. Hermann-Josef Rupiper; Mitteldeutscher Verlag, Halle 2000

1999 trafen sich in Halle Vertreter aus oppositionellen Gruppen der ehemaligen DDR, aus der Kirche, aus Politik, Kunst und Wissenschaft, um gemeinsam über die friedliche Revolution 1989 auf dem Gebiet des heutigen Landes Sachsen-Anhalt zu diskutieren.


Gewalt_11989 und die Rolle der Gewalt
Hg. Martin Sabrow; Wallstein Verlag, Göttingen 2012

In diesem Buch stellen sich Autoren wie Jens Giesecke, Holger Nehring oder Martin Sabrow die Frage, wie friedlich die friedliche Revolution wirklich war und welche Rolle Gewalt beim Zusammenbruch der kommunistischen Regimes in Deutschland und Europa gespielt hat.


Flucht_1Flucht aus der DDR-Diktatur
101 Zeitzeugenberichte
Hg. Wolfgang Wietzker; Helios Verlag, Aachen 2013

Seit den frühen 1950er Jahren bis zum Mauerfall am 9.11.1989 haben fast 4 Millionen Menschen die DDR verlassen.
Zeitzeugen berichten über die Gründe, ihren DDR-Alltag, über die Flucht und das Leben danach. Andere Zeitzeugen berichten über misslungene Fluchtversuche und Haft …


Fluchthelfer_1Fluchthelfer
Die Gruppe um Wolfgang Fuchs
Klaus-M. v. Keussler, Peter Schulenburg; Berlin-Story-Verlag 2011

Unter Lebensgefahr ermöglichten die Fluchthelfer Verwandten, Freunden … , die Mauer zu überwinden. Die DDR-Grenzer schossen, sie warfen Bomben in entdeckte Tunnel. (Verlagstext)
Der Tunnel in der Bernauer Straße war das spektakulärste Vorhaben der Gruppe um Wolfgang Fuchs und wird in dem vorliegenden Band beschrieben. Die Stimmung im Berlin nach dem Mauerbau wird skizziert sowie die Beweggründe, Fluchtaktionen zu unterstützen bzw. zu ermöglichen.


Der Tunnel am Checkpoint Charlie
Eine spektakuläre Flucht 1972
Bodo Müller und Siegrun Scheiter; Ch. Links Verlag, Berlin 2018

Die Autoren erzählen die wahre Liebesgeschichte zwischen einem 19-jährigen Jungen aus Ost-Berlin und einem gleichaltrigen Mädchen aus dem Westteil der Stadt. Um zu ihr zu gelangen, gräbt er von einem Keller in der Nähe des Grenzübergangs Checkpoint Charlie zusammen mit einem Freund und seinem Bruder einen Tunnel durch den Todesstreifen hindurch. Das scheinbar Unmögliche gelingt den Jugendlichen. Aus den Erzählungen der Flüchtlinge, Untersuchungsberichten der Staatssicherheit und historischen Fotos formen Bodo Müller und Siegrun Scheiter ein berührendes zeitgeschichtliches Dokument.

Hinweis: Die Autoren sind am 25. März 2019, 18:00 Uhr, zu einer Lesung Gäste des Dokumentationszentrums.