Bekanntes und Neues in der Bibliothek

Wir möchten Sie hier auf einige aktuelle Neuanschaffungen unserer Bibliothek aufmerksam machen. Und auf interessante Bücher, die wir sonst noch im Bestand haben…


Die Treuhand
Idee – Praxis – Erfahrung 1990 -1994
Marcus Böick; Wallstein Verlag, Göttingen 2018

Die Treuhandanstalt war eine der umstrittensten Organisationen in der deutschen Geschichte. Die letzte Chefin der Treuhand, Birgit Breuel, räumte in einem Interview mit der FAS im Juli 2019 ein: „In Westdeutschland wäre es nicht möglich gewesen, den Leuten eine Veränderung dieses Ausmaßes zuzumuten. Sie hätten das nicht durchgehalten.“ …“Wir mussten den Menschen wirklich sehr viel zumuten und haben das auch getan, ohne Zweifel“ … „Wir hatten nicht die Zeit, uns mit ihren Biografien ausreichend zu beschäftigen. Das war teilweise sehr hart. Sie haben sicherlich enorm gelitten und uns auch gehasst.“


Die Mauer fiel, die Mauer steht
Ein deutsches Lesebuch 1989 – 1999
Hermann Glaser; dtv, München 1999

Lutz Rathenow, Martin Walser, Thomas Brasch oder Patrick Süskind, um nur einige der Autoren zu nennen, sind in diesem Lesebuch versammelt. Ihre literarischen, dokumentarischen oder essayistischen Texte, die Auszüge aus Kommentaren und Zeitzeugenberichten, beleuchten die außen- wie innenpolitischen und wirtschaftlichen Ereignisse und Abläufe, geben Einblick in die sozialen und kulturellen Befindlichkeiten und Wandlungen, zeigen die Schwierigkeiten, Erfolge und Mißerfolge bei der Herausbildung der neuen Einheit und einer neuen Identität.


Der Schein der Normalität
Alltag und Herrschaft in der SED-Diktatur
Hrg. Clemens Vollnhals und Jürgen Weber; Olzog Verlag, München 2002

Die Herausgeber sammeln in dem vorliegenden Band Texte von Stefan Wolle, Annette Kaminsky, Bernd Eisenfeld oder Ines Geipel, die sich zu verschiedenen Themen äußern: Volkskunst und Stasi, „Sportwunder“ DDR, Flucht und Ausreise oder auch Jugend im Blickfeld der Stasi.

Das folgende Buch bietet dazu einen anderen Blickwinkel an:

Erinnerungsort DDR
Alltag – Herrschaft – Gesellschaft
Hrg. Andreas H. Apelt, Robert Grünbaum und Jens Schöne; Metropol Verlag, Berlin 2016

Was war die DDR? – Den Widerspruch zwischen SED-Diktatur und privatem Leben, zwischen Herrschaftsgeschichte und Alltagshistorie decken die Autorinnen und Autoren … auf und zeigen, wie bunt, vielfältig, differenziert und persönlich der „Erinnerungsort DDR“ wirklich war. (Aus dem Verlagstext)


Ich
Roman
Wolfgang Hilbig; S. Fischer Verlag, Frankfurt/ M. 1993

Ein Roman über einen Stasi-Spitzel, einen Literaten. Über Verwicklungen von Geist und Macht, mit sarkastischen Wendungen und prächtigen Pointen, wie der Verlag in seinem Text beschreibt. Wolfgang Hilbig, Jg. 1941, geriet neben weiteren Lyrikern ab 1968 ins Visier der Stasi, da er an der sogenannten Stauseelesung in Leipzig teilnahm.


Berliner Mauerkunst
Dokumentation
Ralf Gründer; Böhlau Verlag, Köln 2007

Eine reich bebilderte Dokumentation über Kunst an der Berliner Mauer – natürlich auf der westlichen Seite, natürlich nur von dort sichtbar, natürlich nur von westlicher Seite immer wieder verändert. Dazu hat das Dokumentationszentrum eine Ausstellung um das Kunstprojekt eines Aktionskünstlers an der Berliner Mauer im Jahre 1982 auf 12 Rollups zusammengestellt. Die Ausstellung „Grenzverletzung“ kann hier ausgeliehen werden.


LoettelGebeugter Rücken, aufrechter Gang
Lernen wir aus der friedlichen Revolution 1989
Gerhard Loettel; docupoint Verlag, Barleben 2017

Im Untertitel ist zu lesen: Betrachtungen eines Begleiters der friedlichen Revolution in der DDR damals und Erwägungen über diese Ereignisse aus heutiger Sicht (2017)

Der Autor ist Pfarrer für Erwachsenenarbeit i. R.