Die Bibliothek wird gemeinsam vom Dokumentationszentrum und der Gedenkstätte Moritzplatz betrieben.

Hier gewinnen Sie einen Einblick über Neuanschaffungen und interessante Bücher aus unserer Bibliothek.

3 1/2 Stunden.

Wie entscheidest du dich?

Robert Krause, Hamburg 2021.

"Heute bauen wir die Mauer. Du sitzt im Zug zurück in die DDR. Bleibst du im Westen oder fährst du nach Hause?

13. August 1961, 8:10 Uhr. Pünktlich verlässt der Interzonenzug D-151 München in Richtung Ost-Berlin. Die meisten Passagiere sind auf dem Weg zurück in ihre Heimat, die DDR. Plötzlich macht im Zug das Gerücht die Runde, dass die Grenze dichtgemacht wird - für immer. Unter den Reisenden sind Familien mit Kindern, eine Musikband, ein Kommissar, eine Spotzensportlerin. Sie alle haben ihre Vergangenheit, ihre Geheimnisse und ihre Sehnsüchte im Gepäck. Und jede und jeder Einzelne hat dreieinhalb Stunden Zeit, Halt für Halt, die Entscheidung des Lebens zu treffen: Bleibe ich im Zug oder steige ich vor der Grenze aus und beginne neu? Die Zeit läuft." (Verlagsinfo)

KAIROS.

Jenny Erpenbeck, München 2021.

Die neunzehnjährige Katharina und Hans, ein verheirateter Mann Mitte fünfzig, begegnen sich Ende der achtziger Jahre in Ostberlin, zufällig, und kommen für die nächsten Jahre nicht voneinander los. Vor dem Hintergrund der untergehenden DDR und des Umbruchs nach 1989 erzählt Jenny Erpenbeck in ihrer unverwechselbaren Sprache von den Abgründen des Glücks - vom Weg zweiter Liebender im Grenzgebiet zwischen Wahrheit und Lüge, von Obsession und Gewalt, Hass und Hoffnung. (Verlagsinfo)

Der Fälscher.

Als Forscher im Operativ-Technischen Sektor des MfS. Autobiografie.

Günter Pelzl, Berlin 2020.

Günter Pelzl, Jahrgang 1948, wuchs mit dem Leitsatz auf: Nie wieder Krieg! Dafür wollte er etwas tun. Schon als Schüler ließ er sich als Inoffizieller Mitarbeiter (IM) des MfS anwerben und wurde überzeugter Kandidat zur Mitgliedschaft in der SED. Nach dem Studium und seiner Promotion im Fach Chemie trat er als hauptamtlicher Mitarbeiter dem DDR-Geheimdienst bei, wo er von 1976 bis 1990 im Operativ-Technischen Sektor tätig war. 1982 wurde er von der Abteilung 34, "Markierung und Geheimschriften", in die Abteilung 35, "Analyse, Reproduktion und Produktion von Dokumenten", versetzt und stieg dort bis zum Abteilungsleiter auf. Es war die Zeit, in der es in der BRD Bestrebungen gab, einen fälschungssicheren Personalausweis einzuführen. Den Forscher und Entwickler Günter Pelzl reizten die großen Herausforderungen: "Bei meiner Arbeiter stellte ich mir oft die Frage: Würdest du mit einem deiner falschen Pässe auf die Reise gehen? Ich habe diese Frage für mich immer mit Ja beantwortet und sie später auch meinen Mitarbeitern gestellt. Hätte ich das zu irgendeiner Zeit nicht mehr gekonnt, hätte ich die Arbeit auch nicht weitergemacht." Dreißig Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges legt Günter Pelzl seine unverfälschte und kurzweilig geschriebene Autobiografie vor und damit einen schillernden Insiderbericht, der einen tiefen Einblick in das Leben des "Meisterfälschers der Stasi" und in einen weithin unterbeleuchteten Bereich des Geheimdienstes der DDR gewährt.(Verlagsinfo)

 

W.H. und die roten Teufel.

Als Forscher im Operativ-Technischen Sektor des MfS. Autobiografie.

Jürgen Ritzschke, Aachen 2022.

Die DDR im Jahr 1960: Werner ist siebzehn Jahre alt, als die Stasi eine Akte über ihn anlegt. Erst 33 Jahre später erfährt er, dass diese Tatsache nicht nur sein Leben maßgeblich geformt, sondern fast auch zu seinem Ruin geführt hat. Ein Staatsfeind soll er gewesen sein, verdächtigt der Republikflucht, verurteilt zur Haftstrafe, letztendlich freigekauft durch die BRD. Das was ist tatsächlich geschehen im Leben des Werner Hänsgen, dass er sich diesen Vorwürfen ausgesetzt sieht? Und wie sah das System aus, das ihm seinen Glauben rauben wollte? Jürgen Ritzschke gelingt in seinem Erstlingswerk ein eindringlicher Tatsachenroman, in dem er die authentische Lebensgesachichte des Werner Hänsgen literarisch nacherzählt. Es ist eine Geschichte, wie sie so ähnlich wohl von vielen erzählt werden kann, die im Unrechtsstaat DDR gelebt und gelitten haben. (Verlagsinfo)

 

Die DDR im Blick der Stasi.

Die geheimen Berichte an die SED-Führung. 1964.

Daniela Münkel (Hrsg.) im Auftrag des Bundesbeauftragten, Dr. Bernd Florath als Bearbeiter, Göttingen 2017.

Die ersten Passagierscheinabkommen ermöglichen es der Westberliner Bevölkerung, zum Jahreswechsel 1963/64 ihre Verwandten in Ostberlin erstmals nach dem Mauerbau wieder zu besuchen. Ab November wird DDR-Rentnern auch umgekehrt der Weg in den Westen gestattet. In den ZAIG-Berichten spiegelt das MfS eigene Befürchtungen ebenso wie Kontroversen zwischen Bonn und Westberlin. Zugleich berichtet es über Oppositionelle wie Robert Havemann oder Heinz Brandt, die isoliert werden sollen. Genauer Beobachtung unterliegen das letzte gesamtdeutsche Jugendtreffen der FDJ in Ostberlin ebenso wie die Aktivitäten der Kirchen.  (Verlagsinfo)

 

Aufbruch aus dem Tal der Ahnungslosen

Das Schicksal eines 16-jährigen in den Fängen der Stasi.

Gerrit H. W. Sonneville, Münster 2021.

Dieses Buch schildert detailliert den Fluchtversuch, die einjährige Gefängsniszeit und schließlich auch die anschließende Ausreise in die Niederlande. Die vielen Originaldokumente belegen eindruckspll diesen kompromisslosen Kampft, um letztendlich in Freiheit zu leben. Ein Stück Zeitgeschichte aus einer vergangenen Zeit, aus einer deutschen Diktatur, die bekanntermaßen am Ende von ihren eigenen Bewohnern gestürtzt wurde. (Verlagsinfo)

 

Sophie Scholl

Aufstand des Gewissens.

Simone Frieling, Berlin 2021.

18. Februar 1943: Hans und Sophie Scholl werden in München von der Gestapo verhört, während Joseph Goebbels im Berliner Sportpalast das deutsche Volk auf den "Totalen Krieg" einschwört. Vor diesem Hintergrund entwirft Simone Frieling ein einfühlsames Porträt von Sophie Scholl, beleuchtet ihre Kindheit, Jugend und Studentenzeit sowie die Beziehung zum langjährigen Freund Fritz Hartnagel und schildert eindrucksvoll ihre innere Entwicklung zur Widerstandskämpferin, die nicht zögerte, ihr Leben für die Freiheit einzusetzen. Eine Hommage an die Heldin der Weißen Rose und zugleich das vielschichtige Porträt einer mutigen und eigenwilligen jugen Frau jenseits des Mythos. (Verlagsinfo)

Zwei fremde Leben

Frank Goldammer, München 2020.

Dresdener Frauenklinikum, 1973. Ricarda erlebt den Apltraum aller werdenden Mütter: Bei der Geburt gibt es Komplikationen, und es heißt, ihr Kind sei tot geboren. Doch Ricarda glaubt, dass ihre kleine Tochter lebt, denn vieles deutet daruaf hin, dass sie Opfer eines von der Regierung angeordneten Kindesentzugs geworden ist. Gegen alle Widerstände beginnt eine verzweifelte Suche nach der Wahrheit. Sechszehn Jahre später macht sich die junge Claudia Behling auf, die Frau zu finden, die sich nach der Geburt weggegeben haben soll. Es ist das Jahr 1989, und die Mauer ist gerade gefallen ... (Verlagsinfo)

 

Psychologie als Instrument der SED-Diktatur

Theorien - Praktiken - Akteue - Opfer

Andreas Maercker & Jens Gieseke (Hrsg.), Bern 2021.

Ergebnisse der Historischen Kommission der DGPs, die den Missbrauch der Psychologie im Rahemn der "operativen Psychologie" der Staatssicherheit der DDR aufgearbeitet hat. [...] Im Fokus dieses Bandes steht die Psychologie in der DDR. Die unter sowjetischer Hegemonie nach 1945 entstandene SED-Diktatur hat viele Menschen verfolgt und ihre Lebenswege beeinträchtigt. Ein wichtiges Kapitel ist dabei die Nutzung von psychologischem Wissen durch das Ministerium für Staatssicherheit. Es stellte sich auch die Frage, auf welche Weise und in welchem Maße sich Psychologen an den Unterdrückungs- und Gewaltmaßnahmen in der DDR beteiligten. Und welche Querverbindungen gab es zwischen akademischer Psychologie und der DDR-Geheimpolizei? Die Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs) hat 2017 die Historische Kommission "Instrumentalisierung der Psychologie in der DDR" eingerichtet. Psychologinnen und Historikerinnen untersuchen unethische Praktiken der Psychologie in der DDR, in der Überwachungs- und Verfolgungspraxis der Stasi und darüber hinaus. Der vorliegende Band fasst die aktuellen Forschungsinteressen zusammen. [...] (Verlagsinfo)

 

Fahrzeuggeheimnisse der DDR

Erfinder, Tüftler & Enthusiasten und ihre erstaunlichen Projekte.

Harald Täger, München 2022.

"Made in DDR wiederentdecken!" - Zugegeben, es musste meist improvisiert werden. Zudem wurde in Hinterhöfen oder Garagen erfunden und entwickelt. Die Ergebnisse waren aber aufregend, auch wenn sie oft nicht den Weg in die Serienproduktion fanden und nur Insidern bekannt wurden. Da gab es beispielsweise "Lumpenreifen", frisierte Motore, Eigenbaugefährte, sensationelle Prototypen... Viel Unbekanntes oder Vergessenes aus der DDR-Geschichte nicht nur für Technikinteressierte. Der Autor führte viele Gespräche mit den Erfindern und Machern, die viele Wunder Wirklichkeit werden ließen. Diese Interviews sind in einem ausführlichen Anhang abgedruckt. (Verlagsinfo)

 

Ich wurde in die DDR entführt.

Von meinem Vater. Er war Spion.

Thomas Raufeisen, Freiburg im Breisgau 2017.

Die zwei Brüder, Thomas und Michael Raufeisen, geboren in Hannover, werden Ende der 70er Jahre von ihrem eigenen Vater in die damalige DDR zwangsentführt. Er war Doppelagent und seine Tarnung im Westen drohte aufzufliegen. Fortan soll die Familie in der DDR leben. Die Jungen wollten nur eines: wieder nach Hause und weigerten sich, sich in die DDR einbürgern zu lassen. Das brachte den Vater erneut in die Bredouille. Ein Fluchtversuch über Ungarn in die Westen wurde von der Stasi entdeckt, worauf die Familie im Stasi-Sondergefängnis Bautzen II landete. Der Vater bekam lebenslänglich, die Mitter sieben und Thomas drei Jahre. Thomas durfte nach Verbüßung der Haft die DDR verlassen. Der Vater kam auf mysteriöse Weise im Gefängnis ums Leben. Die Mutter durfte nach zehn Jahren Haft als gebrochene Frau die DDR ebenfalls verlassen. Ein tragisches Familienschicksal der deutschen Nachkriegsgeschichte. (Verlagsinfo)

 

Warten auf den Vater

Erinnerungen an Ibrahim Böhme

Tatjana Böhme-Mehner, Europa Verlag 2019.

Tatjana Böhme-Mehner schildert in "Warten auf den Vater" die außergewöhnlich Beziehung zu ihrem Vater Ibrahim (Manfred) Böhme, der 1978 aus der SED ausgeschlossen, mehrere Monate inhaftiert und 1990 zum Vorsitzenden der neuformierten Ost-SPD gewählt wurde. Er galt als aussichtsreicher Bewerber um den Posten des ersten frei gewählten DDR-Ministerpräsidenten. Nach seiner Enttarnung als Inoffizieller Mitarbeiter der Stasi zog er sich aus der Öffentlichkeit zurück. Tatjana Böhme-Mehner entwickelt anhand realer Erinnerungen das schwierige Verhältnis zu einem irrealen Vater, der immer unterwegs und selten für die Tochter greifbar war. Exemplarisch entwirft sie ein faszinierendes Bild vom Alltag in der ostdeutschen Provinz vor und nachder Wende und zeigt, welche tiefen Wunden der radikale Umbruchund die Überwachung druch die Staatssicherheit hinterlassen haben. (Verlagsinfo)

 

Der Schützling

Stasi-Agent Adolf Kanter, Helmut Kohl, die Korruptioon und die größte Spionageaffäre der Bundesrepublik.

Dirk Koch, Bonn 2021.

"Fichtel" war der Deckname des erfolgreichsten DDR-Spions in Westdeutschland - Adolf Kanter. Er lieferte jahrzehntelang höchst kompromittierende Berichte über die Käuflichkeit bundesdeutschter Politiker nach Ostberlin. Als rechte Hand des Flick-Managers Eberhard von Brauchitsch schmierte er kräftig mit, auch den Kreis um den aufstrebenden Jungpolitiker und späteren Bundeskanzler Helmut Kohl. So wurde Ost-Agent Kanter zum "Schützling" der westdeutschen Politik. Umfangreiche Auszüge aus beschlagnahmten Akten und zahlreichen Gesprächen geben tiefe Einblicke in dieses geschickt vertuschte Kapitel der Bundesrepublik, das heute wieder hochaktuell ist. (Verlagsinfo)

Fernschreiben 827

Der Fall Schleyer, die RAF und die Stasi.

Georg Bönisch & Sven Röbel, Köln 2021.

Am 5. September 1977 entführte ein Kommando der linksterroristischen Roten Armee Fraktion, der RAF, in Köln den Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer und ermordete dessen vier Belgeiter. Diese Tat löste die bis dahin schwerste innenpolitische Krise der Bundesrepublik aus, ein sechs Wochen dauerndes Drama um Leben und Tod begann. Schon früher gab es einen handfesten Hinweis auf Schleyers Versteck: ein Hochhaus im rheinischen Erfstadt-Liblar. In diesem Haus lebte eine Zeit lang auch ein Paar, das für die Stasi arbeitete. Erfstadt, gelegen zwischen der damaligen Hauptstadt Bonn und Köln, war offenbar eine Art Hotspot für die Spionageprofis der DDR. Um während der Fahndung nach Schelyer auf Razzien oder Durchsuchungen und mögliche Enttarnungen schell reagieren zu können, startete Ost-Berlin eine voluminöse Abhöraktion, alles wurde abgeschöpft: Telefonate, Funkverkehr, Telexe. Der Schutz der Informanten hatte höchste Priorität. Ein Fernschreiben der Polizei, es trug die Nummer 827 und listete fünf verdächtige Adressen in Erfstadt auf, verschwand unter nie geklärten Umständen. Schleyer hätte vermutlich gefunden und gerettet werden können. (Verlagsinfo)

Postsowjetische Lebenswelten

Gesellschaft und Alltag nach dem Kommunismus. Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung.

Jan C. Behrends, Berlin 2021.

Das Ende der Sowjetunion im Dezember 1991 ist Ausgangspunkt [der Ausstellung]. Der reich illustrierte Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung dokumentiert eindrucksvoll den Wandel, den die fünfzehn Nachfolgestaaten seitdem durchlaufen haben. Geografisch reicht der Blick damit von Osteuropa über den Kaukasus bis nach Zentralasien. Er schließt Staaten ein, deren Größe und Einwohnerzahl, Nationalgeschichte und kulturelle Prägungen sowie wirtschaftliche Ausgangspositionen kaum unterschiedlicher sein könnten. Umso eindrücklicher sind die Gemeinsamkeiten, die den Allatg dieser Gesellschaften vor allem in den 1990er Jahren bestimmten.  (Verlagsinfo)

Flucht über Wasser

Heinz Schmerschneider, Halle (Saale) 2022.

Nach einem misslungenen Fluchtversuch mit seinem Freund Hans im Gefängnis, rekapituliert Heinz die Flucht, ihre Beweggründe und ihr Scheitern. Sie haben die Donau von rumänischer Seite aus durchschwommen und sich mit allerletzter Kraft ans jugoslawische Ufer gerettet. Ihre Hoffnung, die westdeutsche Botschaft zu erreichen, zerschlägt sich jedoch - und der Traum von der Freiheit wird zum Alptraum. In seiner eindringlich erzählten Autobiografie beschreibt Heinz Schmerschneider die beinahe gelungene Flucht, die mit Isolationshaft im Gefängnis "Roter Ochse" in Halle (Saale) endete und trotzdem nicht vergeblich war. Schließlich wird er "freigekauft" und kann doch noch in den Westen. Das Buch ist ein Plädoyer für Menschlichkeit, Toleranz und die freie Wahl des Lebensmittelpunkts.  (Verlagsinfo)

Das Zuchthaus

Die Ohnmacht der Ost-West-Passage

H. Werner Gründemann, Kaarst 2019.

In diesem Buch beschreibt der Autor seine Erlebnisse in der sozialistischen DDR-Diktatur. Als ehemaliger BDJ-Angehöriger verbrachte er die Zeit zwischen 1952 bis 1956 als politischer Gefangener in einem Cottbusser Zuchthaus und bei der Stai in der Lindenstraße in Potsdam. In diesem Buch beschreibt er das dortige Leben, die menschenverachtenden Verhöre durch die Staatsorgane, welche auch von körperlicher und psychischer Gewalt nicht zurückschreckten, die Planung der Flucht bis hin zur Entlassung. (Verlagsinfo)

An der unsichtbaren Front

Inoffizielle Mitarbeiter des MfS - Auslandsaufklärung

Henry Nitschke, Berlin 2021.

Ein voluminöses Standardwerk, das - angereichert mit aufschlussreichen Zeitzeugenberichten und spannenden Fallbeispielen aus der operativen Praxis - die Brisanz der Ereignisse des Kalten Krieges dokumentiert und zeigt, wie der Kampf "an der unsicherbaren Front" ausgefochten wurde.

Die Hauptverwaltung Aufklärung (HVA) des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) galt als einer der effektivsten und professionellsten Auslandsnachrichtendienste weltweit. Ihre Inoffiziellen Mitarbeiter (IM) drangen weit in die gegnerischen Zentren und Objekte im Operationsgebiet, vor allem der Bundesrepublik Deutschland, ein. Die IM waren dabei die entscheidende Kraft und agierten als "Hauptwaffe". Diese nimmt Henry Nitschke in seinem Buch zur MfS-Geschichte in den Fokus und legt dabei einen besonderen Akzent auf die sogenannten Übersiedlungs-IM-Personen aus der DDR, die in das Operationsgebiet gingen, um dort nachrichtendienstlich aktiv zu sein. (Verlagsinfo)