Die Bibliothek wird gemeinsam vom Dokumentationszentrum und der Gedenkstätte Moritzplatz betrieben.

Hier gewinnen Sie einen Einblick über Neuanschaffungen und interessante Bücher aus unserer Bibliothek.

Das Gedächtnis der Staatssicherheit.

Die Kartei- und Archivabteilung des MfS.

Hrsg. Karsten Jedlitschka, Philipp Springer, in der Reihe: Archiv zur DDR-Staatssicherheit, Bd. 12, Vandenhoeck & Ruprecht Verlag, Göttingen 2015.

"Die Abteilung XII besaß durch die Verwaltung der wichtigsten Karteien und Archivbestände eine zentrale Funktion im MfS-Apparat. Die Autoren dieses Bandes schildern den kontinuierlichen Ausbau der Diensteinheit, sowie Herkunft, Alltag und das elitäre Selbstbild ihrer hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Neben der Geschichte des Archivgebäudes des MfS werden auch die elektronische Datenverarbeitung, die "Geheime Ablage", das Karteiensystem und die Auslandseinsätze der Abteilung XII vorgestellt." (Verlagsinfo)

IM "Tänzer".

Der Tanz und die Staatssicherheit.

Ralf Stabel, Schott Music GmbH & Co. KG, Mainz 2008.

"Das Ballett war ein glänzender Exportartikel der DDR. Vor allem der Klassische Tanz war wegen hervorragender Ausbildungsstätten und staatlicher Förderung weltweit gefragt. Jugend und Unschuld verkörpernd, gab er dem System ein menschliches Antlitz. Doch wie alle Lebensbereichte in der DDR war auch das Tanz-Theater im Visier des Ministeriums für Staatssicherheit. Unter Decknamen wie "Siegfried", "Othello" und "Giselle" haben Tänzerinnen und Tänzer, Dramaturgen, Bühnentechniker und Kassenpfötner an ostdeuitschen Ballettbühnen zwischen den 1950er und 1980er Jahren über ihre Kollegen berichtet. Anhand von Dokumenten aus der Birthler-Behörde wird in diesem Buch das Handeln von Involvierten und Betroffenen erstmalig dargestellt und auf beklemmende Weise verständlich. So liest sich IM "Tänzer" als eine packende Innenansicht des Tanzes in der DDR". (Verlagsinfo)

Die Weggesperrten.

Umerziehung in der DDR - Schicksale von Kindern und Jugendlichen.

Grit und Niklas Poppe, Propyläen Verlag, Berlin 2021.

"Eines Tages wurde ich aus der Klasse geholt, von fremden Menschen aus der Schule geführt und in ein Auto gesteckt. Ausgestiegen bin ich vor dem berüchtigten Haus 1 in Bräunsdorf. Es war ein heißer Tag, als ich ankam, und irgendwie bin ich dort unter der Sonne erfroren.

Unerzogen, aufsässig, unverbesserlich - wer sich in der DDR nicht zur staatskonformen Persönlichkeit formen lassen wollte, erhielt solche Attribute und wurde oft in verschiedene staatliche Umerziehungsheime gesperrt. Grit und Niklas Poppe lassen Betroffene zu Wort kommen. Ihre eindrücklichen Schilderungen liefern einen Einblick in dieses wenig beleuchtete Kapitel der deutschen Geschichte." (Verlagsinfo)

Geheime Handzeichen Teil 3.

Staatssicherheit und Bundesnachrichtendienst.

Mutter Hautberg, Books on Demand, 2022.

"Wie hat sich die Stasi miteinander unterhalten? Welche Handzeichen nutzt der BND? Tauchen Sie ein in eine interessante und verborgene Welt der geheimen Botschaften." (Mutter Hautberg)

RAF im Osten.

Terroristen unter dem Schutz der Stasi.

Frank Wilhelm, Hrsg. Nordkurier Mediengruppe GmbH & Co. KG, 2. Auflage 2019.

"62 Tote. Hunderte Verletzte. 250 Millionen Euro Sachschade. Das ist die Schreckensbilanz der Roten Armee Franktion, die ab 1970 mit grausigen Attentaten die Schlagzeilen bestimmte. Dabei konnte sich die RAF derUnterstützung aus der DDR gewiss sein, wie das Buch "RAF im Osten" zeigt. Die Dokumentation enthüllt den geheimen Deal zwischen Stasi und RAF. Zehn Aussteiger fanden Unterschlupf in Ostdeutschland. Die Stasi-RAF-Connection galt als größtes Staatsgeheimnis der DDR. Autor Frank Wilhelm, Journalist bei der Tageszeitung Nordkurier, hat unzählige Stasiakten gewälzt und eine Vielzahl von Originaldokumenten aufgespürt. Im Mittelpunkt der deutsch-deutschen Agentenstory stehen zwei in Neubrandenburg abgetauchte RAF-Terroristen. Die Geschichte von Silke Maier-Witt und Henning Beer liest sich wie ein Thriller, der höchst real war. In dieser 2. erweiterten Auflage finden sich zudem neue Fälle und Erkenntnisse sowie bislang unbekannte Bilddokumente aus MfS-Beständen." (Verlagsinfo)

 

 

Der Nahschuss: Leben und Hinrichtung des Stasi-Offiziers Werner Teske

Elaboration eines Forschungsfeldes
Gunter Lange; Ch. Links Verlag, Berlin 2021

Am 26. Juni 1981 wurde in Leipzig durch »Nahschuss in das Hinterhaupt« das letzte Todesurteil der DDR-Geschichte vollstreckt. Zwei Wochen zuvor hatte das Oberste Gericht der DDR das Urteil gefällt: Dr. Werner Teske, Jahrgang 1942, Hauptmann der Hauptverwaltung A – des Auslandsgeheim-dienstes – im Ministerium für Staatssicherheit, wurde »vorbereiteter und vollendeter Spionage im besonders schweren Fall in Tateinheit mit vorbereiteter Fahnenflucht im schweren Fall« für schuldig befunden. Erich Honecker machte als Staatsratsvorsitzender von seinem Gnadenrecht keinen Gebrauch; er schaffte die Todesstrafe erst 1987 ab. Seit Gründung der DDR 1949 waren mindestens 164 Personen zum Tode verurteilt worden, etwa 52 davon wegen »politischer Delikte«. Tatsächlich hatte Teske keinen Kontakt zu westlichen Geheimdiensten. So wirft der Fall bis heute Fragen auf: Wollte Staatssicherheitsminister Mielke nach der Flucht des HVA-Offiziers Werner Stiller 1979 an Teske ein Exempel statuieren? Doch warum wurde die Hinrichtung nicht unter seinen Kollegen publik gemacht? Gunter Lange zeichnet anhand von Prozessakten und Gesprächen mit Geheimdienstexperten und Teskes ehemaligen HVA-Kollegen den Lebensweg Teskes von seiner Kindheit in Berlin über das Studium der Wirtschaftswissenschaften bis zu seiner Tätigkeit als Führungsoffizier für Westspione im HVA-Sektor Wissenschaft und Technik nach. Offenbar war Teske zunehmend unzufrieden und unterschlug Geld. Aber wollte er wirklich »überlaufen«? (Verlagsinfo)

Das Buch ist verfilmt worden (August 2021)

Tarantel - Satire im Krieg

Begleitband zur gleichnamigen Sonderausstellung

Hrsg. Bürgerkomitee Magdeburg e.V., Magdeburg 2003

Anlässlich des 50. Jahrestages des Volksaufstandes vom 17. Juni 1953 erinnern das Bürgerkomitee Magdeburg e.V., die (damalige) Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in Sachsen-Anhalt und die Vereinigung für die Opfer des Stalinismus, Landesgruppe Sachsen-Anhalt, mit einer Ausstellung und diesem Begleitband an die Geschichte und die Wirkung der satirischen Zeitschrift "Tarantel". Karikaturen, Witze und kurze Texte reflektieren auf beeindruckende Weise die politischen Zustände in der DDR in den 1950er und 1960er Jahren. Die hohe Auflage der "Tarantel" und die große Verbreitung spiegeln das Interesse der damaligen Lesern deutlich wider. Gedruckt und zusammengestellt in Westberlin, wurde sie besonders in der DDR wahrgenommen, gerade auch vom Ministerium für Staatssicherheit. Der Besitz, das Lesen und Verteilen der antikommunistisch und antistalinistischen Zeitschrift stand unter Stafe.

 

 

Die Stasi nannte mich „Reporter“

Journalist in Ost + West. Eine merkwürdige Karriere im geteilten Deutschland
Uwe Gehrig; Verlag Books on Demand 2009

Uwe Gerig gehört zu den wenigen Journalisten seines Jahrganges, die die Auswirkungen der Teilung Deutschlands beruflich in Ost und West verfolgen konnten. Der Autor beschreibt, wie er 1968 wegen einer abfälligen Äußerung über einen DDR-Funktionär denunziert, aus dem Journalistenverband ausgeschlossen und dann mit fünf Jahren Berufsverbot bestraft wurde. Gleichzeitig observierte ihn der Staatssicherheitsdienst durch vier IM (Inoffizielle Mitarbeiter) und legte Akten unter dem Codewort „Reporter“ über ihn an. Von dieser Beschattung, der Post-und Telefonkontrolle, ahnte Gerig zwar etwas, doch erst die nach dem Untergang der DDR zugänglichen Dokumente bewiesen das ganze Ausmaß der Bespitzelung. Im Buch werden zahlreiche dieser Dokumente veröffentlicht. 1976 sollte der Journalist, inzwischen arbeitete er als Reporter für die größte Illustrierte der DDR, selbst vom Staatssicherheits-dienst als Spitzel angeworben werden. Mit welcher List er sich diesem Versuch entziehen konnte, beschreibt der Autor sehr ausführlich im Buch. Sieben Jahre später, im Herbst 1983, flüchtete Gerig mit seiner Frau aus der DDR. Der Staatssicherheitsdienst hatte trotz andauernder Beobachtung die Fluchtvorbereitungen nicht bemerkt und reagierte hilflos, wie die von Gerig im Buch veröffentlichten Dokumente beweisen. Dass es ihm mit Bluff und Drohungen gelang, seine erwachsene Tochter innerhalb von drei Monaten nach der eigenen Flucht aus den Fängen des Staatssicherheitsdienstes freizupressen, beschreibt der Autor im Buch nicht ohne Schadenfreude. (Info der Herausgeber)

Sicherheit als Versprechen.

Verkehrsregulierung und Unfallprävention in der DDR.

Franziska Kuschel, in der Reihe: Veröffentlichungen zur Geschichte der deutschen Innenministerien nach 1945, Bd. 4, Hrsg. Frank Bösch, Andreas Wirsching, Göttingen 2020.

"Die SED versuchte umfassend Sicherheit in der DDR herzustellen. Wie Franziska Kuschel zeigt, bezog sich dieser Anspruch über die politische Überwachung hinaus auch auf alltägliche scheinbar unpolitische Bereiche wie die Verkehrssicherheit. Auch hierfür erhielt das Innenministerium der DDR die Zuständigkeit. Anhand der internen Entscheidungen dieses Ressorts verdeutlicht die Autorin, wie die DDR im Verkehrswesen eine Steuerungsutopie entwickelte und zu einem vorbeugend handelnden Staat wurde. Sie zeigt, wie ein breites Spektrum an präventiven Maßnahmen zur Verhaltenssteuerung entstand: von der Verkehrserziehung in Schulen und Betrieben über die gefürchteten "Stempel" auf der Straße bis hin zu öffentlichkeitswirksamen Kampagnen, Filmen und Fernsehsendungen wie etwa dem "Verkehrsmagazin". Vieles reichte dabei weit über die Sicherheitskonzepte in der Bundesrepublik hinaus, wie die Null-Promille-Grenze oder das rigoros überwachte Tempo-Limit. Die Autorin präsentiert damit sowohl eine neue Perspektive ausf die DDR-Sicherheitsgeschichte als auch unerwartete Befunde zur Regulierung des Verkehrswesens in der DDR." (Verlagsinfo)

 

 

Die Verlassenen.

Matthias Jügler, Pengiun Verlag, München 2021.

"Kein Mensch ist vor den Momenten sicher, die alles von Grund auf ändern.

Könnte man seine Erinnerungen steuern, was würde man lieber vergessen? Oder sind auch schmerzhafte Erinnerungen kostbar? Als Johannes auf einen Brief stößt - addressiert an seinen Vater, nur wenige Tage bevor dieser den Sohn wortlos verließ -, sortieren sich seine Erinnerungen plötzlich neu und mit ihnen der Blick auf das eigene Leben. In seinem warmherzigen, leuchtenden Roman erzählt Matthias Jügler von einer ostdeutschen Kindheit, von enttäuschtem Vertrauen und dem Glück des Verzeihens. Eine Familiengeschichte von außergewöhnlicher sprachlicher Intensität." (Verlagsinfo)

 

 

Mielkes Revier.

Stadtraum und Alltag rund um die MfS-Zentrale in Berlin-Lichtenberg.

Christian Halbrock, Luka Verlag für Kunst- und Geistesgeschichte, Berlin 2011.

"Die Zentrale des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) in Berlin-Lichtenberg bildete bis 1989 eine hermetisch abgeschottete Stadt in der Stadt. Bis zu 7.000 Geheimpolizeimitarbeiter gingen in dieser misstrauisch bewachten Sperrzone ein und aus, viele von ihnen wohnten unmittelbar in der Nachbarschaft. Der knapp achtzig Hektar große Komplex beherbergte neben dem Sitz des Ministers, Erich Mielke, auch ein eigenes Gefängnis.
Christian Halbrock beschreibt das unaufhaltsame Wachstum des Hauptquartieres mit allen dramatischen Auswirkungen auf den Stadtraum zwischen Rusche-, Gotlinde- und Magdalenenstraße. Er berichtet von kleinen und großen Zwischenfällen, so vom Katz-und-Maus-Spiel westaliiierter Militärs mit den für die Sicherheit zuständigen Stasi-Mitarbeitern, oder von Opposition und Widerstand, die es im Schatten der MfS-Zentrale auch gab. Anhand spannender Berichte von Zeitzeugen geht er der Frage nach, wie es war, das Leben in "Mielkes Revier". Mit zahlreichen bisher unveröffentlichten Fotos und Karten." (Verlagsinfo)

Stille Invasion.

Hans-Ulrich Jörges, be.bra verlag, Berlin 2001.

"Als der Westen die Stasi rief... Berlin, im September 1980. Ein Streik der bei der DDR beschäftigten Eisenbahner in West-Berlin beunruhigt die politische Führung auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs. Der junge Reuters-Korrespondent Valentin Freytag wird wider Willen vom neutralen Beobachter zum Vertrauten der Streikführer. Damit gerät er in den Strudel der großen Politik und muss am Ende fassungslos mit ansehen, wie das Unvorstellbare geschieht: Mit stillschweigender Billigung des Westens passieren Trupps der Staatssicherheit die Mauer und schlagen den Streik gewaltsam nieder!" (Verlagsinfo)

 

 

In Himmlers SS-Sicherheitsdienst und Mielkes Staatssicherheit.

Die politischen Morde der Staatssicherheit.

Torsten Haarseim, edition winterwork, 2015.

"Am 24. April 1945 wurde im Gardelegener Ortsteil Hottendorf der SS-General Heinz Jost, einst Leiter des SD-Amtes Ausland, verhaftet. Zehn Jahre später wurden im Bunker Hottendorf Papiere aus der NS-Zeit gefunden, die den Hottedorfer Gastwirt Erwin Wedekind als SS-Offizier und Angehörigen jenes Sicherheitsdienstes (SD) entlarvten. Wedekind wurde daraufhin von der Staatssicherheit zur Mitarbeit als "IM Rolf" gepresst. "Rolf" wurde nach West-Berlin geschickt, um den, von der CIA gesteuerten, Untersuchungsausschuss Freiheitlicher Juristen zu infiltrieren. Später, während eines inszenierten Kuraufenthaltes, sollte Wedekind einen mutmaßlichen SS-Mann des KZ Auschwitz entlarven. "Rolf" erfüllte seine Aufträge stets "ordnungsgemäß", aber ohne Ergebnisse für das MfS. Konnten sie einem SD-Offizier vertrauen? War er in West-Berlin von der CIA angeworben worden? Diese spannende, mit zahlreichen Originaldokumenten aus der Zeit von 1939 bis 1977 untermauerte, Dokumentation entlarvt zugleich die Verbrechen des Nationalsozialismus, als auch die ungenierte Zusammenarbeit des MfS mit solchen Tätern." (Verlagsinfo)

Schlagstockeinsatz und Sicherheitspartnerschaft

Die Volkspolizei während der friedlichen Revolution im Herbst 1989 in Magdeburg
Autor: Matthias Ohms, Hrsg. Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt, mitteldeutscher verlag, Halle/Saale 2014

"Neben der Staatssicherheit war die Deutsche Volkspolizei das wichtigste bewaffnete Organ zum Schutz der SED-Herrschaft. Bis in den Herbst 1989 standen die VP-Angehörigen treu zur DDR, viele waren selbst Mitglied der SED, knapp zehn Prozent Informanten der Stasi. Erst spät setzte ein Umdenken ein, wandelte das Vorgehen vom Unterdrücken des eigenen Volkes zu einer Sicherheitspartnerschaft mit der Bürgerbewegung. Matthias Ohms schildert am Beispiel Magdeburg und entscheidender Ereignisse, wie sich dieser Wandel vollzog. Er analysiert dabei die Zusammenarbeit der DVP mit MfS und SED und zeigt die Befindlichkeiten innerhalb der DVP auf, die erst zum Ende der DDR ihren propagandierten Grundsatz verwirklichte: "Für das Volk und mit dem Volk." (Verlagsinfo)

 

 

Doping-Kinder des Kalten Krieges

Vom Staat geliebt - vom Staat missbraucht Studien zur DDR-Geschichte, Bd. XV

Autorin: Cornelia Reichhelm, Hrsg. Dieter Voigt, Sabine Gries, Ruhr-Universität Bochum, lit-verlag, Berlin 2014

"Cornela Reichhelm, von der Bundesrepublik Deutschland anerkanntes Doping-Opfer und ehemalige DDR-Hochleistungs-Ruderin, als Jugendliche im Alter von 13 Jahren bereits gedopt, ist in die Tretmühle des DDR-Hochleistungssports geraten. Ihr Leben wird sowohl geprägt von schweren Dopingschäden, als auch von einer immer wiederkehrenden Begegnung mit der Stasi, bis heute. Vor dem Hintergrund des gehimen Staatsplans 14.25 erfährt sie nach 20 Jahren von Doping-Forschungs-Programmen und Menschen-Experimenten an jungen Sportlern. Sie wird konfrontiert mit einem unfassbaren Ausmaß des Dopingbetruges und zugleich mit der Vertuschung und Verharmlosung dieser Problematik bis hin zur Verleumdung der Opfer, während die Täter von der Bundesregierung und dem Sportbund geschützt werden. Eine historische Dokumentation ihres Lebens." (Verlagsinfo)

 

 

Weinen in der Dunkelheit. Das Schicksal eines Heimkindes in der DDR

Autobiografischer Bericht einer Betroffenen
Ursula Burkowski, Jaron Verlag, Berlin 2015

"Winter 1953 in Ost-Berlin: Die zweijährige Ursula und ihre Geschwister entgehen nur knapp dem Tod. Von ihrer Mutter verlassen, die sich in den Westen abgesetzt hat, werden die Kinder durch den Großvater gefunden - halb erfroren und verhungert. Ursula wird in das Vorzeige-Kinderheim der DDR in der Königsheide eingewiesen. Für das Mädchen beginnen Jahre unvorstellbaren Leids." (Verlagsinfo)

 

 

"Die Mauer war doch richtig!"

Warum so viele DDR-Bürger den Mauerbau widerstandslos hinnahmen.

Robert Rauh, be.bra Verlag, Brandenburg 2021.

"Dieses Buch stellt die gängige Auffassung in Frage, der Mauerbau sei in der DDR auf breite Ablehnung gestoßen. Unser Geschichtsbild ist durch die Bilder von spontanen Demonstrationen an der Berliner Sektorengrenze und von spektakulären Fluchtversuchen geprägt. Tatsächlich kam es aber am 13. August 1961 nur an wenigen Grenzübergängen zu größeren Ansammlungen und in den folgenden Wochen nur zu vereinzelten Protesten und Streks. Die Mehrheit blieb passiv. Auf der Basis von internen Polizei-, SED- und Staatssicherheitsberichten sowie von Zeitzeugeninterviews und den Ergebnissen einer aktuellen Umfrage geht Robert Rauh der Frage nach, warum so viele DDR-Bürger den Mauerbau widerstandslos hinnahmen - und damit letztlich die deutsche Teilung billigten." (Verlagsinfo)

 

 

Unter mysteriösen Umständen.

Die politischen Morde der Staatssicherheit.

Freya Klier, Herder Verlag, Freiburg im Breisgau 2021.

"Der 8. November 1987 war ein Schicksalstag im Leben von Freya Klier. Es war der Tag, an dem die Stasi versuchte, sie und ihren Mann Stephan Krawczyk zu ermorden. Doch sie waren kein Einzelfall. In ihren Buch lässt Frey Klier viele Zeitzeugen und Betroffene zu Wort kommen, die ein bislang noch nicht systematisch aufgearbeitetes Kapitel der DDR-Geschichte beleuchten: die systematischen Mordversuche eines Staates an unliebsam gewordenen Bürgern. Nicht zuletzt der Fall Nawalny oder die demokratische Opposition in Belarus zeigen, wie lebeding diese Tradition in manchen postsozialistischen Ländern noch heute ist." (Verlagsinfo)

1989 und wir.

Geschichtspolitik und Erinnerungskultur nach dem Mauerfall

Sebastian Klinge, [transcript], Histoire Bd. 61, Bielefeld 2015.

"Die Geschichtspolitik zur DDR ist ein noch junges Kapitel in der deutschen und europäischen Erinnerungsgeschichte. Besonders der Umgang mit dem "Mauerfall" und der "Friedlichen Revolution" sucht noch seinen Ort in der Erinnerungslandschaft. Dazu lud eindrücklich der 20. Jahrestag dieser Ereignisse 2009 ein. Wie genau sah die Geschichtspolitik dieses Jubliläumsjahres aus und welcher Logik folgte sie? Was waren ihre Interessen und Ziele? Welche Akteure waren maßgeblich daran beteiligt? Welches Bild des Epochenjahres 1989 wurde dabei entworfen? Sebastian Klinge geht diesen Fragen nach und zeichnet zugleich ein aktuelles Porträt der Geschichtspolitik im 21. Jahrhundert." (Verlagsinfo)

 

 

Im Konsum gibts Bananen.

Sammelband über "40 Jahre DDR in lebendigen Alltagsgeschichten"
Hrsg. Jürgen Kleindienst, Ingrid Hantke; Zeitgut Verlag, Bd. 31, Berlin 2017

"Mehr als ein Vierteljahrhundert ist seit dem Ende der DDr vergangen. Schon können sich Kinder und Enkel der ehemaligen DDR-Bürger kaum mehr ein Bild dieser Zeit machen. Ganz zu schweigen von all den anderen Menschen, die die DDR ohnehin nur aus den Medienberichten und Nachrichten kennen. Wer heute nicht nur Geschichtszahlen aufnehmen will, sondern auch wahrhaftig nachempfinden möchte, wie man im östlichen Teil Deutschlands lebte, liebte, feierte und arbeitete, der lese, was hier zusammengetragen wurde und authentisch und unterhaltsam geschildert wird." (Verlagsinfo)

Beiträge u.a.: "Gast beim FDJ-Treffen" von Johanna Danne, "Das Radio" von Jürgen Meißner, "Bananenrepublik" von Judith Böhnke, "FKK in der DDR" von Alfredo Grünberg

 

 

1988 Wilde Jugend

Nadja Klier; Okapi-Verlag, Berlin 2019

Nadja ist in Ost-Berlin aufgewachsen. Zwei Tage nach ihrem 15. Geburts­tag wird sie mit ihrer Familie aus politischen Gründen ausgebürgert. Über Nacht verliert sie ihr Zuhause, ihre beste Freundin und ihren Lebensalltag. In West-Berlin versucht sie Anschluss an ein neues Leben zu finden, ihre Heimat auf der anderen Seite der Mauer bleibt jedoch immer in Sicht­weite. Dann, knappe zwei Jahre später, ist die Grenze auf einmal offen.
Nadja Klier verarbeitet ihre Ausbürgerung aus der DDR 1988 und die damit verbundene Entwurzelung mit viel Gefühl zu einer Geschichte vom Erwachsenwerden zwischen zwei Welten, die eigentlich eine sein müssten. (Verlagsinfo)

Für junge Menschen ab 10 Jahre

Die Schuld der Mitläufer: Anpassen oder Widerstehen in der DDR

Das Schweigen der Mehrheit
Hrg. Roman Grafe; Pantheon Verlag, München 2009

Man musste kein Held sein, um in der DDR zumindest passiven Widerstand zu leisten. Ohne die Mitläufer hätte die Diktatur nicht vierzig Jahre lang so funktioniert. Das Regime konnte sich auf das Schweigen der Mehrheit verlassen. Dieses Buch vereint zwei Dutzend Geschichten von Staats-Hörigkeit und Aufbegehren inmitten einer angepassten Umwelt.
Die Mehrheit der DDR-Bürger passte sich stärker an, als sie tatsächlich musste. Sie wollten „einfach ganz normal leben“ in der SED-Diktatur. Sie ließen alltägliche Möglichkeiten des gefahrlosen Widersprechens und Widerstehens ungenutzt. So hat man es sich und den Herrschenden bequem gemacht. Der Satz „Es war nicht alles schlecht in der DDR“ bedeutet auch: Wir haben es uns gut gehen lassen, als es anderen schlecht ging – den Unangepassten, den politischen Häftlingen, den gescheiterten Flüchtlingen und ihren Angehörigen.

In diesem Buch wird von Anpassung und Verweigerung in der DDR erzählt – kurze Geschichten, charakteristische Alltagsepisoden aus den vierzig Jahren der Diktatur. Auch das mitunter eigene Versagen der Autoren wird benannt. Die Anthologie vereint zwölf bekannte Autoren wie Wolf Biermann und Erich Loest mit einem Dutzend nahezu Unbekannter: »kleine Leute«, die in der Deutschen Demokratischen Republik gelebt, mitgemacht oder widerstanden haben. Zahlreiche Bilder kritischer DDR-Fotografen wie Manfred Butzmann, Harald Hauswald und Klaus Lehnartz illustrieren die Texte. (Verlagsinfo)

Im Labyrinth der Lügen

Ute Krause; ‎ cbj, München 2016

Paul ist am Boden zerstört: Seine Eltern wurden nach einem Fluchtversuch von der Bundesrepublik freigekauft und beginnen in West-Berlin ein neues Leben – ohne ihn. Er darf die DDR nicht verlassen und ob er seine Eltern je wiedersehen wird, ist ungewiss. Halt geben ihm Oma und Onkel Henri – und seit kurzem seine Klassenkameradin Millie, die ohne Mutter beim Vater lebt. Eines Abends besuchen die beiden Onkel Henri im Pergamonmuseum, der dort als Nachtwächter arbeitet. Als sie in den Sälen unerklärliche Geräusche hören, forschen Paul und Millie auf eigene Faust nach und geraten in eine gefährliche Geschichte … (Verlagsinfo)

Ein Land vor langer Zeit

Bilder aus Magdeburg - 1987 bis 1990. Mit Zeitzeugengesprächen von Ludwig Schumann

Matthias Pavel, ost-nordost Verlag, Magdeburg 2016

"Stets mit der Kamera über der Schulter durchstreift Matthias Pavel Ende der 1980er Jahre Magdeburg. Auf der Suche nach dem Besondern, fängt er die flüchtigen Momente ein: Scheinbar banale Alltagssituationen, Menschen auf der Straße, spielende Kinder. Er wohnt damals am Hasselbachplatz, der zum Ausgangspunkt seiner Streifzüge durch die Stadt wird. Seine Fotografien zeigen vergessene Hinterhöfe ebenso wie wartende Menschen an Haltestellen. Er ist fasziniert von Details, die er in verlassenen Wohnungen, auf Dachböden und in Hinterhäusern findet. Er trifft Menschen in Jugendclubs, Kirchen und Kneipen - vom Studenten bis zum Punk - und ist in der Magdeburger Kulturszene unterwegs, wie dem Jugendclubzentrum Hasselbachplatz, der Düppler Mühle oder Max Lademann. Im Herbst 1989 dokumentiert er den sich abzeichnenden Umbruch, begleitet die Demonstrationen und Kundgebungen auf dem Domplatz. Mit fast 30 Jahren Abstand betrachtet sind seine Fotografien zu bemerkenswerten Dokumenten geworden, die als Zeitzeugen vom Leben in diesen Jahren erzählen." (Verlagsinfo)