Ausblick: Ausstellung zum Buch „DDR vorbei?“

Zur Kulturnacht am 25. September 2021 wird es die Ausstellung zum Buch geben. Viele Fotografien konnten seinezeit keinen Platz im Buch finden, so entstand die Idee zur Ausstellung. Auch Zeitzeugen kommen im Zitat zur Rede. Wir freuen uns auf die Ausstellung und auf Sie, die Besucher.

In Kürze gibt es Spoiler …

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Ausblick: Ausstellung zum Buch „DDR vorbei?“

Der 17. Juni 1953 – ein Gedenktag in Zeiten der Pandemie

Fotos: Bettina Wernowsky
Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Der 17. Juni 1953 – ein Gedenktag in Zeiten der Pandemie

Ausstellung noch bis 22. Juli verlängert: Tschernobyl – Kinder zeichnen einen GAU

Zur Erinnerung:

  • Der GAU Am 26. April 1986 ereignete sich in der damaligen Sowjetunion eine Umweltkatastrophe, die als das bisher schwerste zivile nukleare Ereignis in die Geschichte eingehen sollte.
    Nahe der ukrainischen Stadt Prypjat kam es im Kernkraftwerk Tschernobyl zu einer Explosion im Kernreaktor als Folge einer Kernschmelze. Konstruktionsmängel, Planungs- und Bedienungsfehler bei einem Versuch potenzierten sich und führten zu einem Super-GAU. Große Mengen radioaktiven Materials verteilten sich in der Luft, nicht nur über dem Ereignisort in der Ukraine oder über Weißrussland sondern über viele Regionen Europas. Bei einer nicht genau bekannten Zahl von Menschen führte das Unglück sofort zum Tod, gesundheitliche, psychische, ökonomische und soziale Schäden wirken bis in die Gegenwart.
  • In der DDR wurde die Katastrophe zur Herausforderung für SED und Staatssicherheit: Eine radioaktive Wolke bedrohte die Menschen in der DDR und die westliche Berichterstattung unterlief die DDR-Informationspolitik, die überwiegend auf Beschwichtigung setzte. Wirtschaftliche Probleme drohten, da u. a. für den Export bestimmte Lebensmittel als verstrahlt galten und nicht mehr von den westlichen Handelspartnern abgenommen wurden. (Dafür gab es ‚auf einmal‘ frisches Gemüse in des Läden der DDR, wie z. B. Salatgurken u. ä….)
    Auf der anderen Seite stand ein auf sowjetischer Technologie basiertes Kernenergieprogramm der DDR, das zunehmend an Rückhalt in der Bevölkerung verlor. Der GAU sorgte somit für Zulauf in den Öko- und Anti-Kernkraftgruppen der Opposition.
  • Die Kinder von Tschernobyl Kinder drücken ihre Ängste und Traumata oft in
    Zeichnungen aus. Als Botschaft, als Signal an die Umwelt; sie zeigen ihre Gefühle, sie erzählen Geschichten, zu denen ihnen die Worte fehlen: von einer Katastrophe, die sie noch weniger fassen können als die Erwachseneren.


Zu Beginn der 1990er Jahre entstanden Tschernobyl-Hilfsvereine, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Menschen aus den verstrahlten Gebieten der Ukraine und Weißrusslands zu helfen, unter anderem mit Erholungs- und Genesungsaufenthalten für die Kinder. Das Dokumentationszentrum hat 1995 in Kooperation mit dem Verein „Kinder von Tschernobyl Sachsen-Anhalt e. V.“ eine erste Ausstellung mit den Zeichnungen der Kinder veranstaltet. Die Kinder aus den Regionen Lojew, Pinsk und Osnegilzkie waren zum Zeitpunkt der Entstehung der Zeichnungen zwischen 3 und 16 Jahre alt.


Wir haben die Ausstellung durch einige Fotografien ergänzt, die am 11. Juni 2016 entstanden. Der Direktor der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt,
Dr. Kai Langer, hat anläßlich einer Reise in das Gebiet mit seiner Kamera den Zustand „30 Jahre danach“ dokumentiert.


InfoKarte kann man downloaden

 

Das Gedicht ist Teil einer Trilogie von Ulrich Rogge, Magdeburg.
I Jod 131, II Strontium, III Caesium; erschienen in „Sonnenhalo“, edition fischer; 2013
Ulrich Rogge wurde 1937 in Magdeburg geboren. Schriftsetzerlehre, Abi an der Abendoberschule der VHS Magdeburg, Student Deutsch und Geschichte an der Universität Halle-Saale; Arbeitete als Lehrer, Kraftfahrer, kaufmännischer Angestellter und Buchhändler – Schicksal eines ‚unartigen‘ DDR-Bürgers. Nach 1989 Journalist bei der „DAZ“ (Die andere Zeitung), dann bis zur Rente wieder Lehrer.



Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Ausstellung noch bis 22. Juli verlängert: Tschernobyl – Kinder zeichnen einen GAU

Bis 22.04.2021: Umbruch Ost.

Umbruch Ost. Lebenswelten im Wandel

Das Dokumentationszentrum am Moritzplatz zeigte drei sehr unterschiedliche Ausstellungen der Bundesstiftung Aufarbeitung, die die Vorgänge um den Herbst 1989 bis zum ersten Jahr nach der deutschen Einheit aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten. Drei sehr verschiedene Schwerpunkte mach(t)en die Ausstellungen zu besonderen Schlaglichtern: „Die Macht der Gefühle“ – Deutschland 19/19 im Januar 2020, „Von der friedlichen Revolution zur Deutschen Einheit“ seit Oktober 2020 und jetzt, „Umbruch Ost. Lebenswelten im Wandel“.
Der Titel benennt bereits die gesetzten Schwerpunkte dieser Exposition: die Umbruchserfahrungen der Ostdeutschen.

Bilder und Texte dokumentieren die Erwartungen und das Vertrauen, das die Ostdeutschen mit der Wiedervereinigung verbunden hatten. Sie erzählen von den Neuanfängen und Aufbrüchen, wie auch vom Willen, die SED-Diktatur aufzuarbeiten. Die Ausstellung dokumentiert die Verzweiflung, die mit dem wirtschaftlichen Zusammenbruch und dem Anstieg der Arbeitslosigkeit einherging und die Verlusterfahrungen und Ängste, die die 1990er Jahre in Ostdeutschland prägten. Weitere Schwerpunkte sind die Gleichzeitigkeit von Sanierung und Rückbau der ostdeutschen Städte, die Situation der Frauen und Familien, eine Jugendkultur zwischen Techno, Punk und Rechtsradikalismus.
Zeitgenössische Bilder namhafter Fotografen wie Daniel Biskup, Paul Glaser, Harald Hauswald und Ann-Christine Jansson stehen neben Texten von Stefan Wolle. Zeitzeugeninterviews des Norddeutschen Rundfunks, die über QR-Codes abgerufen werden können, ergänzen die Schau.

Zu dieser Ausstellung gibt es didaktisches Material, daher ist sie für Schulen gut geeignet.


Der Besuch ist, nach derzeitigem Stand der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie, nur nach Voranmeldung möglich.



Herausgegeben von der Bundesstiftung Aufarbeitung und dem Ostbeauftragten der Bundesregierung
Zur Ausstellungsbroschüre


Fotos: Kordula Zollenkop

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Bis 22.04.2021: Umbruch Ost.

„Herbstjahr“ nach 30 Jahren: Eine Lesung. Kann man reinhören!

Durch die Corona-Einschränkungen konnten leider viele Veranstaltungen nicht wie geplant stattfinden. Aber am 15.10.2020 haben wir die erste Lesung mit „echten“ Menschen angeboten! Wir bedanken uns bei den Gästen und, wir bedanken uns für einen interessanten, kurzweiligen Lese-und Zuhör-Abend mit Ralph Grüneberger.

Ralph Grüneberger erzählt eine fiktive Geschichte, die es vielleicht so oder so ähnlich auch gegeben haben mag. Über den Funktionärssohn mit einem linientreuen Vater, über Polizeigewalt, über Leipziger Montags-Demonstrationen, über das Kennenlernen und Zulassen von neuen Gedanken –  und über die Liebe.
Wer vielleicht (noch) einmal reinhören möchte, klickt einfach hier.

Der Autor stellte außerdem sein neues Buch vor:
In den „Leipziger Geschichten“ geht es um die Zeit nach den Demos, nach der Deutschen Einheit, um Sehnsüchte, Erwartungen, Enttäuschungen –  und auch wieder um Liebe. Beide Bücher zusammen bilden eine lesenswerte Einheit.
Auch hier kann man reinhören!


Ein besonderer Zugang für unsere Bibliothek ist hervorzuheben, ein Lyrik-Kurzprosa-Band mit AutorInnen, die Hafterfahrungen literarisch aufgearbeitet haben, wie z. B. Jürgen Fuchs, Elisabeth Graul, Gabriele Stötzer u. v. m. Das „Poesiealbum Neu“ erschien unter dem Titel „Worthaft. Texte politischer Gefangener“ und kann ab sofort ausgeliehen werden.


Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für „Herbstjahr“ nach 30 Jahren: Eine Lesung. Kann man reinhören!

Ab 1. Oktober: Schlaglichter auf 1989/1990

„Von der friedlichen Revolution zur Deutschen Einheit“ ist der Titel der Ausstellung, die vom 1. Oktober bis Ende Dezember 2020 zu sehen ist.

Die Massenflucht von DDR-Bürgern aus Ungarn und der CSSR im Sommer 1989 veranlaßt immer mehr Menschen in der DDR, auf die Straße zu gehen und gegen die Politik des SED-Regimes zu protestieren. Im Bild: Teilnehmer der sogenannten Montagsdemonstration in Leipzig; Pressefoto: Bundesstiftung Aufarbeitung / Bundesregierung / Foto Harald Kirschner

Diese Ausstellung erinnert an den Protest gegen die Fälschung der DDR-Kommunalwahlen, an die Fluchtbewegung im Sommer und die Massen-proteste im Herbst, die die SED-Diktatur in die Knie zwangen. Sie berichtet von der Selbstdemokratisierung der DDR, der deutsch-deutschen Solidarität und den außenpolitischen Weichenstellungen bis zur Wiedererlangung der deutschen Einheit. Auf 20 Tafeln können die Besucher über 100 zeithistorische Fotos und Dokumente betrachten, können sich erinnern oder neu entdecken. QR-Codes verlinken zu 18 Videointerviews mit Akteurinnen und Akteuren der Friedlichen Revolution, die auf https://zeitzeugen-portal.de zu finden sind.

Herausgeber der Ausstellung sind die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer.


 

 

 

 

 

 


Mit umfangreichem didaktischen Material bietet sich diese Ausstellung für Projektarbeit mit Schülerinnen und Schülern an. Zum Kontakt


Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Ab 1. Oktober: Schlaglichter auf 1989/1990

Das wars: RausRein – Magdeburger Kulturnacht vom 26.09.2020

Die Nachlese zum Nachlesen gibt es hier:https://www.buergerkomitee.de/aktuelles/reinraus-kulturnacht-2020/

GD Kulturnacht


In der Gedenkstätte werden keine Einlassbändchen verteilt oder verkauft. Personen ohne Bändchen können diese im Moritzhof erwerben.


Foto: Bettina Wernowsky

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Das wars: RausRein – Magdeburger Kulturnacht vom 26.09.2020

Tag des offenen Denkmals am 13.09.2020

Das Motto 2020/ Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu denken.Tag-des-offenen-Denkmals_Header_Homepage

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Tag des offenen Denkmals am 13.09.2020

Neue Ausstellung ab August

Die Foto-Ausstellung „Geschichte hat einen Ort, jeder Ort hat eine Geschichte“
ist nach den vielen Einschränkungen, die auf die Corona-Pandemie folgten, ein vorsichtiger Versuch, zur Normalität zurückzukehren. Die Ausstellung wurde erÖFFNET, jedoch ohne ÖFFENTlichkeit, mit Presse und den FotografInnen. Hier gibt es einige Impressionen:

Über die Ausstellung: In den Jahren 2018 und 2019 hat das Dokumentationszentrum
am Moritzplatz im Rahmen des Studienganges „Studieren ab 50“ mit der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg jeweils 2-tägige Foto-Workshops veranstaltet.
Orte und ihre Geschichte(n) sollten als Geschichtsorte wahrgenommen werden, übersetzt durch das Medium Fotografie: Distanz und die besondere Nähe zum Objekt durch den Sucher-Blick; Zeugnisse von Repressionen mit dem Objektiv aufspüren; Perspektivwechsel zulassen. Collage

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben Perspektiven gewechselt, Spuren gesucht, gefunden und abgebildet.

Diese Ausstellung zeigt eine Auswahl der Arbeiten von Ulrich Arendt, Lorlies Bernstein, Monika Böttger, Burkhard Dienemann, Karin Freistedt, Thomas Liebert (Titel-Foto), Angelika Petzold,  Gabi und Achim Reiche, Hartmut Semrau, Gudrun Vehmeier, Dietmar Wundrack und Annegret Zander.

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten.


Ausstellungsdauer: 11.08.2020 bis 30.09.2020


Plakat kann man downloaden/ InfoKarte kann man downloaden

InfoKarte Dom

 


(c) Dokumentationszentrum 2020


Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Neue Ausstellung ab August

Rückblicke, Ausblicke, und was wir sonst so vorhaben …

Das Jahr 2021 beginnt leider so, wie 2020 aufgehört hat: Einschränkungen, Beschränkungen, (fast) nicht stattfindendes öffentliches Leben. Wir müssen weiterhin auf unsere gewohnten und bewährten Dinge verzichten, wir müssen auch leider immer noch auf unsere öffentlichen Veranstaltungen verzichten.
Nachdem am 13.08.2020 seit März 2020 die erste Führung mit uns stattfinden konnte, dauerte der (etwas andere) Normalzustand mit vielen Hygieneauflagen nur bis
2. November.

Die Ausstellung zum Thema „Umbruch Ost“, die sich thematisch an die seit Oktober 2020 aufgebaute Ausstellung „Von der friedlichen Revolution zur Deutschen Einheit“ anschließen sollte, wird verschoben, die für Februar 2021 geplante Projektlesung für junge Kinder wird wohl auch wieder verschoben werden müssen. Optimistisch gedacht, denn 2020 musste diese Veranstaltung komplett entfallen. Judith Burger und Ihre „Gertrude Grenzenlos“ warten jedoch auf neugierige junge Menschen.


Leider hat die Ausstellung „Umbruch Ost“ nicht die Besucherzahl erreicht, die wir uns gewünscht haben. Die Pandemie-Maßnahmen haben auch hier dazwischen gefunkt.

Wir versuchen es ab 6. Mai mit einer Ausstellung, die Kinderzeichnungen von Kindern aus Tschernobyl und Umgebung zeigt. Wir haben die Ausstellung verlängert, wir haben sogar noch mit Fotografien aus dem Jahr 2016 (Dr. Kai Langer) ergänzt.

Zum Download:  InfoKarte

 


Und, was hat 2020 noch gebracht? Zum einen wurde die Datenbank erweitert, in der das „Gedächtnis“ des Bürgerkomitees mit all den Akten und Dokumenten aus den Anfangszeiten digital erfasst wird. Unglaublich (gut), dass noch so viel Schriftgut erhalten ist. Viel Spannendes kam noch einmal zu Tage, sehr viel floss in das Forschungsprojekt zu den Anfängen des Bürgerkomitees ein. Das Ergebnis des Projektes ist jetzt zwischen zwei Buchdeckeln und kann gelesen werden.

Am 03.12.2020 wurde mit einem Pressetermin die Publikation vorgestellt. Neben den beiden Autorinnen, Anna Skiba und Edda Ahrberg konnten wir den Vorsitzenden des Bürgerkomitees, Rainer Andratschke, und den Pressevertreter der Magdeburger Volksstimme, Stefan Harter, begrüßen. Am Samstag, den 5. Dezember, wurde sein Artikel veröffentlicht. (VSt. Nr. 283, S. 21)


NEU: Die 2. Auflage liegt bereits vor!


Unsere Bildungsarbeit hat sich in Zeiten der Pandemie ebenfalls verändert! Die bisher vereinbarten Termine für Projekttage drohen den erneuten Einschränkungen zum Opfer zu fallen. Daher bieten wir vier virtuelle Angebote für Schulen an, die bei uns nachgefragt werden können. Es besteht die Möglichkeit, aus dem Klassenzimmer heraus, oder vom heimischen PC, virtuell verschiedenen Themen zu bearbeiten.





Die Bibliothek ist wieder geöffnet.


Unsere Bibliothek wird laufend um interessante Literatur erweitert.

Fernleihe ist auch möglich!


Ganz neu:

 

 

 


Und wenn es derzeit wieder nicht möglich ist, öffentliche Autorenlesungen anzubieten, leihen Sie sich die Bücher eben bei uns aus.


Fotos: (c) Dokumentationszentrum


Veröffentlicht unter Blog | Kommentare deaktiviert für Rückblicke, Ausblicke, und was wir sonst so vorhaben …