Bis 22.04.2021: Umbruch Ost.

Umbruch Ost. Lebenswelten im Wandel

Das Dokumentationszentrum am Moritzplatz zeigte drei sehr unterschiedliche Ausstellungen der Bundesstiftung Aufarbeitung, die die Vorgänge um den Herbst 1989 bis zum ersten Jahr nach der deutschen Einheit aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten. Drei sehr verschiedene Schwerpunkte mach(t)en die Ausstellungen zu besonderen Schlaglichtern: „Die Macht der Gefühle“ – Deutschland 19/19 im Januar 2020, „Von der friedlichen Revolution zur Deutschen Einheit“ seit Oktober 2020 und jetzt, „Umbruch Ost. Lebenswelten im Wandel“.
Der Titel benennt bereits die gesetzten Schwerpunkte dieser Exposition: die Umbruchserfahrungen der Ostdeutschen.

Bilder und Texte dokumentieren die Erwartungen und das Vertrauen, das die Ostdeutschen mit der Wiedervereinigung verbunden hatten. Sie erzählen von den Neuanfängen und Aufbrüchen, wie auch vom Willen, die SED-Diktatur aufzuarbeiten. Die Ausstellung dokumentiert die Verzweiflung, die mit dem wirtschaftlichen Zusammenbruch und dem Anstieg der Arbeitslosigkeit einherging und die Verlusterfahrungen und Ängste, die die 1990er Jahre in Ostdeutschland prägten. Weitere Schwerpunkte sind die Gleichzeitigkeit von Sanierung und Rückbau der ostdeutschen Städte, die Situation der Frauen und Familien, eine Jugendkultur zwischen Techno, Punk und Rechtsradikalismus.
Zeitgenössische Bilder namhafter Fotografen wie Daniel Biskup, Paul Glaser, Harald Hauswald und Ann-Christine Jansson stehen neben Texten von Stefan Wolle. Zeitzeugeninterviews des Norddeutschen Rundfunks, die über QR-Codes abgerufen werden können, ergänzen die Schau.

Zu dieser Ausstellung gibt es didaktisches Material, daher ist sie für Schulen gut geeignet.


Der Besuch ist, nach derzeitigem Stand der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie, nur nach Voranmeldung möglich.



Herausgegeben von der Bundesstiftung Aufarbeitung und dem Ostbeauftragten der Bundesregierung
Zur Ausstellungsbroschüre


Fotos: Kordula Zollenkop

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„Herbstjahr“ nach 30 Jahren: Eine Lesung. Kann man reinhören!

Durch die Corona-Einschränkungen konnten leider viele Veranstaltungen nicht wie geplant stattfinden. Aber am 15.10.2020 haben wir die erste Lesung mit „echten“ Menschen angeboten! Wir bedanken uns bei den Gästen und, wir bedanken uns für einen interessanten, kurzweiligen Lese-und Zuhör-Abend mit Ralph Grüneberger.

Ralph Grüneberger erzählt eine fiktive Geschichte, die es vielleicht so oder so ähnlich auch gegeben haben mag. Über den Funktionärssohn mit einem linientreuen Vater, über Polizeigewalt, über Leipziger Montags-Demonstrationen, über das Kennenlernen und Zulassen von neuen Gedanken –  und über die Liebe.
Wer vielleicht (noch) einmal reinhören möchte, klickt einfach hier.

Der Autor stellte außerdem sein neues Buch vor:
In den „Leipziger Geschichten“ geht es um die Zeit nach den Demos, nach der Deutschen Einheit, um Sehnsüchte, Erwartungen, Enttäuschungen –  und auch wieder um Liebe. Beide Bücher zusammen bilden eine lesenswerte Einheit.
Auch hier kann man reinhören!


Ein besonderer Zugang für unsere Bibliothek ist hervorzuheben, ein Lyrik-Kurzprosa-Band mit AutorInnen, die Hafterfahrungen literarisch aufgearbeitet haben, wie z. B. Jürgen Fuchs, Elisabeth Graul, Gabriele Stötzer u. v. m. Das „Poesiealbum Neu“ erschien unter dem Titel „Worthaft. Texte politischer Gefangener“ und kann ab sofort ausgeliehen werden.


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Ab 1. Oktober: Schlaglichter auf 1989/1990

„Von der friedlichen Revolution zur Deutschen Einheit“ ist der Titel der Ausstellung, die vom 1. Oktober bis Ende Dezember 2020 zu sehen ist.

Die Massenflucht von DDR-Bürgern aus Ungarn und der CSSR im Sommer 1989 veranlaßt immer mehr Menschen in der DDR, auf die Straße zu gehen und gegen die Politik des SED-Regimes zu protestieren. Im Bild: Teilnehmer der sogenannten Montagsdemonstration in Leipzig; Pressefoto: Bundesstiftung Aufarbeitung / Bundesregierung / Foto Harald Kirschner

Diese Ausstellung erinnert an den Protest gegen die Fälschung der DDR-Kommunalwahlen, an die Fluchtbewegung im Sommer und die Massen-proteste im Herbst, die die SED-Diktatur in die Knie zwangen. Sie berichtet von der Selbstdemokratisierung der DDR, der deutsch-deutschen Solidarität und den außenpolitischen Weichenstellungen bis zur Wiedererlangung der deutschen Einheit. Auf 20 Tafeln können die Besucher über 100 zeithistorische Fotos und Dokumente betrachten, können sich erinnern oder neu entdecken. QR-Codes verlinken zu 18 Videointerviews mit Akteurinnen und Akteuren der Friedlichen Revolution, die auf https://zeitzeugen-portal.de zu finden sind.

Herausgeber der Ausstellung sind die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer.


 

 

 

 

 

 


Mit umfangreichem didaktischen Material bietet sich diese Ausstellung für Projektarbeit mit Schülerinnen und Schülern an. Zum Kontakt


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Das wars: RausRein – Magdeburger Kulturnacht vom 26.09.2020

Die Nachlese zum Nachlesen gibt es hier:https://www.buergerkomitee.de/aktuelles/reinraus-kulturnacht-2020/

GD Kulturnacht


In der Gedenkstätte werden keine Einlassbändchen verteilt oder verkauft. Personen ohne Bändchen können diese im Moritzhof erwerben.


Foto: Bettina Wernowsky

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Tag des offenen Denkmals am 13.09.2020

Das Motto 2020/ Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu denken.Tag-des-offenen-Denkmals_Header_Homepage

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Neue Ausstellung ab August

Die Foto-Ausstellung „Geschichte hat einen Ort, jeder Ort hat eine Geschichte“
ist nach den vielen Einschränkungen, die auf die Corona-Pandemie folgten, ein vorsichtiger Versuch, zur Normalität zurückzukehren. Die Ausstellung wurde erÖFFNET, jedoch ohne ÖFFENTlichkeit, mit Presse und den FotografInnen. Hier gibt es einige Impressionen:

Über die Ausstellung: In den Jahren 2018 und 2019 hat das Dokumentationszentrum
am Moritzplatz im Rahmen des Studienganges „Studieren ab 50“ mit der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg jeweils 2-tägige Foto-Workshops veranstaltet.
Orte und ihre Geschichte(n) sollten als Geschichtsorte wahrgenommen werden, übersetzt durch das Medium Fotografie: Distanz und die besondere Nähe zum Objekt durch den Sucher-Blick; Zeugnisse von Repressionen mit dem Objektiv aufspüren; Perspektivwechsel zulassen. Collage

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben Perspektiven gewechselt, Spuren gesucht, gefunden und abgebildet.

Diese Ausstellung zeigt eine Auswahl der Arbeiten von Ulrich Arendt, Lorlies Bernstein, Monika Böttger, Burkhard Dienemann, Karin Freistedt, Thomas Liebert (Titel-Foto), Angelika Petzold,  Gabi und Achim Reiche, Hartmut Semrau, Gudrun Vehmeier, Dietmar Wundrack und Annegret Zander.

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten.


Ausstellungsdauer: 11.08.2020 bis 30.09.2020


Plakat kann man downloaden/ InfoKarte kann man downloaden

InfoKarte Dom

 


(c) Dokumentationszentrum 2020


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Unsere Arbeit seit 2020

Rückblicke, Ausblicke, und was wieder geht …

Das Jahr 2021 beginnt leider so, wie 2020 aufgehört hat: Einschränkungen, Beschränkungen, (fast) nicht stattfindendes öffentliches Leben. Wir müssen weiterhin auf unsere gewohnten und bewährten Dinge verzichten, wir müssen auch leider immer noch auf unsere öffentlichen Veranstaltungen verzichten.
Nachdem am 13.08.2020 seit März 2020 die erste Führung mit uns stattfinden konnte, dauerte der (etwas andere) Normalzustand mit vielen Hygieneauflagen nur bis
2. November.

Die Ausstellung zum Thema „Umbruch Ost“, die sich thematisch an die seit Oktober 2020 aufgebaute Ausstellung „Von der friedlichen Revolution zur Deutschen Einheit“ anschließen sollte, wird verschoben, die für Februar 2021 geplante Projektlesung für junge Kinder wird wohl auch wieder verschoben werden müssen. Optimistisch gedacht, denn 2020 musste diese Veranstaltung komplett entfallen. Judith Burger und Ihre „Gertrude Grenzenlos“ warten jedoch auf neugierige junge Menschen.


Und, was hat 2020 noch gebracht? Zum einen wurde die Datenbank erweitert, in der das „Gedächtnis“ des Bürgerkomitees mit all den Akten und Dokumenten aus den Anfangszeiten digital erfasst wird. Unglaublich (gut), dass noch so viel Schriftgut erhalten ist. Viel Spannendes kam noch einmal zu Tage, sehr viel floss in das Forschungsprojekt zu den Anfängen des Bürgerkomitees ein. Das Ergebnis des Projektes ist jetzt zwischen zwei Buchdeckeln und kann gelesen werden.

Am 03.12.2020 wurde mit einem Pressetermin die Publikation vorgestellt. Neben den beiden Autorinnen, Anna Skiba und Edda Ahrberg konnten wir den Vorsitzenden des Bürgerkomitees, Rainer Andratschke, und den Pressevertreter der Magdeburger Volksstimme, Stefan Harter, begrüßen. Am Samstag, den 5. Dezember, wurde sein Artikel veröffentlicht. (VSt. Nr. 283, S. 21)


Unsere Bildungsarbeit hat sich in Zeiten der Pandemie ebenfalls verändert! Die bisher vereinbarten Termine für Projekttage drohen den erneuten Einschränkungen zum Opfer zu fallen. Daher bieten wir vier virtuelle Angebote für Schulen an, die bei uns nachgefragt werden können. Es besteht die Möglichkeit, aus dem Klassenzimmer heraus, oder vom heimischen PC, virtuell verschiedenen Themen zu bearbeiten.





An den Präsenztagen werden die gedruckten Neuanschaffungen in die Bibliothek eingearbeitet, neue Bücher und Medien warten auf interessierte LeserInnen:

Die Bibliothek ist für nach Voranmeldung mit Terminvergabe ab 15.03.2021 für Besucher wieder geöffnet.


Und wenn es derzeit wieder nicht möglich ist, öffentliche Autorenlesungen anzubieten, leihen Sie sich die Bücher eben bei uns aus.


Fotos: (c) Dokumentationszentrum

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„Madgermanes“ kommen 2021…

Ab 15. April wollten wir eine Ausstellung über ehemalige mosambikanische Vertragsarbeiter der DDR zeigen, so richtig: mit Eröffnung, mit einem Film, einer Einführung durch den Fotografen Malte Wandel und mit der Vorstellung des neuen Projektangebotes für SchülerInnen. Die derzeitige Lage in Deutschland lässt das leider nicht zu. Also gibt es hier einen kleinen Vorgeschmack, denn wir möchten die Fotoausstellung „Madgermanes“  auf jeden Fall zeigen. Nur der Termin ist derzeit nicht absehbar.

Und es sieht momentan so aus, dass wir die Ausstellung im Frühjahr 2021 präsentieren
– real, nicht nur im Netz. (Stand: 18.08.2020)


Malte Wandel (*1982) hat Fotografie und Medienkunst in Dortmund, Köln und Zürich studiert. Im Zentrum seines mehrfach ausgezeichneten Langzeitprojekts Einheit, Arbeit, Wachsamkeit – Die DDR in Mosambik stehen die sogenannten „Madgermanes“, junge Mosambikaner, die als Vertragsarbeiter in die ehemalige DDR entsandt wurden. Nach der Wende kurzerhand zurückgeschickt, eint sie bis heute der Kampf um fehlende Löhne und Erinnerungen an ein Leben in Ostdeutschland. Aktuell setzt sich Malte Wandel darüber hinaus mit der Geschichte der nächsten Generation der Völkerfreundschaft zwischen der ehemaligen VR Mosambik und der ehemaligen DDR auseinander: In Deutschland leben heute ca. 3.000 bis 5.000 Kinder von ehemaligen mosambikanischen Vertragsarbeitern. Ihre Familien sind häufig zerrissen, viele haben kaum Kontakt zu ihren Angehörigen in Mosambik.

Aus diesem Projekt sind unter anderem der Film „Madgermanes“ hervorgegangen:
https://www.dokfest-muenchen.de/films/view/7335

Ebenso das Buch „Einheit, Arbeit, Wachsamkeit“:
http://www.artbooksheidelberg.de/html/detail/de/malte-wandel-978-3-86828-298-6.html


Fahnenträger/ Wohnheim Oschatz/ Macuacua/ Sarah und Geschwister in Mosambik


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Volkskammerwahl 1990 – Ausstellung noch bis 15. Juni 2020

Immer mehr Menschen gingen im Herbst 1989 auf die Straße, um ihre Unzufriedenheit mit der DDR-Regierung und den bestehenden Verhältnissen zum Ausdruck zu bringen. Transparente und Sprechchöre wurden deutlicher und lauter.

Die Forderung nach freien und demokratischen Wahlen, die über das „Zettelfalten“ hinausgehen, konnte man auf vielen Spruchbändern und Plakaten lesen.
„Zettelfalten – Schnauze halten“ war nur einer der Slogans, der auf den Demos laut wurde. Denn – durch die bisherige Wahlpraxis in der DDR wurden die Wähler entmündigt. Jeder wusste, dass die Wahlergebnisse von über 99% nicht Volkes Wille sein kann …


AnfangInhalt u. a.

  • Von der Demo zum runden Tisch/ Vom runden Tisch zur freien Wahl
  • Wahlbündnis „Allianz für Deutschland“/ Wahlbündnis „Bund Freier Demokraten“/ Wahlbündnis „Bündnis 90“/ Wahlbündnis „Grüne Partei – Unabhängiger Frauen-verband“/ Wahlbündnis „Vereinigte Linke“ und SED/ PDS/  Sonstiges
  • Parteien-Wahlbündnisse-Initiativen
  • Wahlkreis 10, Magdeburg
  • Das Volk hat gewählt

Außerdem steht zu dieser Ausstellung pädagogisches Material zur Verfügung. (Handreichung)


InfoKarte zum Download


Bitte beachten: Aufgrund der besonderen Situation (Corona-Epidemie) ist der Zugang zur Ausstellung über den Zellentrakt.


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Verlängert! Noch bis 11. März 2020 „Die Macht der Gefühle. Deutschland 19/19“

20190122_Die-Macht-der-Gefuehle_212x300Mut, Freiheplakat_nostalgie_webitswille, Wille zu Veränderungen, Angst, Hoffnung, Freude, Zuversicht – das sind einige Gefühle, die die Menschen im Herbst ´89 bewegt haben.
Aber welche Rolle spielen Emotionen in der Geschichte überhaupt? Was geschieht im historischen Wandel in Politik und Gesellschaft mit Emotionen? Welche Rolle im (politischen) Alltag spielen Emotionen bis heute? Diese Ausstellung widmet sich den unterschiedlichsten Gefühlen und deren unterschiedliche (Aus-)Wirkungen, fordert zum Darüber-Nachdenken auf, zur Reflexion, auch außerhalb des Zeitraums 1919 bis 2019, der den Rahmen dieser Ausstellung bildet.


  • für Schulen geeignet
  • eine Ausstellung der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Dazu ein Beitrag in der Januarausgabe des Monatsmagazins m³ (Offener Kanal Magdeburg)
https://youtu.be/1OenURliyAk
(ab Minute 12:54)


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