„Herbstjahr“ nach 30 Jahren: Eine Lesung

Durch die Corona-Einschränkungen konnten leider viele Veranstaltungen nicht wie geplant stattfinden. Aber am 15.10.2020 haben wir die erste Lesung mit „echten“ Menschen angeboten! Wir bedanken uns bei den Gästen und, wir bedanken uns für einen interessanten, kurzweiligen Lese-und Zuhör-Abend mit Ralph Grüneberger.

Ralph Grüneberger erzählt eine fiktive Geschichte, die es vielleicht so oder so ähnlich auch gegeben haben mag. Über den Funktionärssohn mit einem linientreuen Vater, über Polizeigewalt, über Leipziger Montags-Demonstrationen, über das Kennenlernen und Zulassen von neuen Gedanken –  und über die Liebe.

Der Autor stellte außerdem sein neues Buch vor:
In den „Leipziger Geschichten“ geht es um die Zeit nach den Demos, nach der Deutschen Einheit, um Sehnsüchte, Erwartungen, Enttäuschungen –  und auch wieder um Liebe. Beide Bücher zusammen bilden eine lesenswerte Einheit.


Ein besonderer Zugang für unsere Bibliothek ist hervorzuheben, ein Lyrik-Kurzprosa-Band mit AutorInnen, die Hafterfahrungen literarisch aufgearbeitet haben, wie z. B. Jürgen Fuchs, Elisabeth Graul, Gabriele Stötzer u. v. m. Das „Poesiealbum Neu“ erschien unter dem Titel „Worthaft. Texte politischer Gefangener“ und kann ab sofort ausgeliehen werden.


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Ab 1. Oktober: Schlaglichter auf 1989/1990

„Von der friedlichen Revolution zur Deutschen Einheit“ ist der Titel der Ausstellung, die vom 1. Oktober bis Ende Dezember 2020 zu sehen ist.

Die Massenflucht von DDR-Bürgern aus Ungarn und der CSSR im Sommer 1989 veranlaßt immer mehr Menschen in der DDR, auf die Straße zu gehen und gegen die Politik des SED-Regimes zu protestieren. Im Bild: Teilnehmer der sogenannten Montagsdemonstration in Leipzig; Pressefoto: Bundesstiftung Aufarbeitung / Bundesregierung / Foto Harald Kirschner

Diese Ausstellung erinnert an den Protest gegen die Fälschung der DDR-Kommunalwahlen, an die Fluchtbewegung im Sommer und die Massen-proteste im Herbst, die die SED-Diktatur in die Knie zwangen. Sie berichtet von der Selbstdemokratisierung der DDR, der deutsch-deutschen Solidarität und den außenpolitischen Weichenstellungen bis zur Wiedererlangung der deutschen Einheit. Auf 20 Tafeln können die Besucher über 100 zeithistorische Fotos und Dokumente betrachten, können sich erinnern oder neu entdecken. QR-Codes verlinken zu 18 Videointerviews mit Akteurinnen und Akteuren der Friedlichen Revolution, die auf https://zeitzeugen-portal.de zu finden sind.

Herausgeber der Ausstellung sind die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer.



Mit umfangreichem didaktischen Material bietet sich diese Ausstellung für Projektarbeit mit Schülerinnen und Schülern an. Zum Kontakt


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Das wars: RausRein – Magdeburger Kulturnacht vom 26.09.2020

Die Nachlese zum Nachlesen gibt es hier:https://www.buergerkomitee.de/aktuelles/reinraus-kulturnacht-2020/

GD Kulturnacht


In der Gedenkstätte werden keine Einlassbändchen verteilt oder verkauft. Personen ohne Bändchen können diese im Moritzhof erwerben.


Foto: Bettina Wernowsky

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Tag des offenen Denkmals am 13.09.2020

Das Motto 2020/ Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu denken.Tag-des-offenen-Denkmals_Header_Homepage

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Neue Ausstellung ab August

Die Foto-Ausstellung „Geschichte hat einen Ort, jeder Ort hat eine Geschichte“
ist nach den vielen Einschränkungen, die auf die Corona-Pandemie folgten, ein vorsichtiger Versuch, zur Normalität zurückzukehren. Die Ausstellung wurde erÖFFNET, jedoch ohne ÖFFENTlichkeit, mit Presse und den FotografInnen. Hier gibt es einige Impressionen:

Über die Ausstellung: In den Jahren 2018 und 2019 hat das Dokumentationszentrum
am Moritzplatz im Rahmen des Studienganges „Studieren ab 50“ mit der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg jeweils 2-tägige Foto-Workshops veranstaltet.
Orte und ihre Geschichte(n) sollten als Geschichtsorte wahrgenommen werden, übersetzt durch das Medium Fotografie: Distanz und die besondere Nähe zum Objekt durch den Sucher-Blick; Zeugnisse von Repressionen mit dem Objektiv aufspüren; Perspektivwechsel zulassen. Collage

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben Perspektiven gewechselt, Spuren gesucht, gefunden und abgebildet.

Diese Ausstellung zeigt eine Auswahl der Arbeiten von Ulrich Arendt, Lorlies Bernstein, Monika Böttger, Burkhard Dienemann, Karin Freistedt, Thomas Liebert (Titel-Foto), Angelika Petzold,  Gabi und Achim Reiche, Hartmut Semrau, Gudrun Vehmeier, Dietmar Wundrack und Annegret Zander.

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten.


Ausstellungsdauer: 11.08.2020 bis 30.09.2020


Plakat kann man downloaden/ InfoKarte kann man downloaden

InfoKarte Dom

 


(c) Dokumentationszentrum 2020


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Unsere Arbeit 2020

Einblicke und Ausblicke, und was wieder geht …

Vieles ist in diesem Jahr anders als sonst. Wir müssen auf unsere gewohnten und bewährten Dinge verzichten, wir müssen auch leider (noch) auf unsere öffentlichen Veranstaltungen verzichten.
Aber: am 13.08.2020, dem 59. Jahrestag von Mauerbau und Festschreibung von deutscher Teilung, war für uns die erste Führung, seit März 2020! Der Bundeswehrstandort Burg war mit einer Gruppe vor Ort, spannend und interessant war es für beide Seiten: für uns, weil eine Führung unter den derzeitigen Hygiene-Bedingungen ein modifiziertes Konzept erfordert und für die Soldaten, weil sie sich mit einem Thema deutscher Geschichte auf eine andere Art befasst haben, als mit einem Buch vor der Nase.


Und, was hatten wir sonst noch vor? Zum einen wurde mit dem Aufbau einer Datenbank begonnen, in der das „Gedächtnis“ des Bürgerkomitees mit all den Akten und Dokumenten aus den Anfangszeiten digital erfasst wird. Unglaublich (gut), dass noch so viel Schriftgut erhalten ist.

Desweiteren steht die Bearbeitung des Forschungsthemas zu den Anfängen des Bürgerkomitees mittlerweile vor dem Abschluss. Eine Mitarbeiterin hat, überwiegend im Home-Office, zahlreiche Aktenordner aus dem Archivbestand des Dokumentations-zentrums gesichtet, ausgewertet, bewertet und Ergebnisse zusammen getragen. Hilfreich und sehr spannend waren dabei auch die Tagebuchaufzeichnungen von Gründungs-mitgliedern, die ein authentisches Bild der ereignisreichen Zeit von 1989/90 zeigen und manches hautnah nachempfinden lassen.

Denn, trotz Corona bleiben Feiertage, Jubiläen und – Geburtstage! 2020 steht der Geburtstag des Bürgerkomitees (der Träger des Dokumentationszentrums) als Verein im Kalender.

Seite Aufruf WaffenvernichtungEin Blick auf die (geplante) Seite 39, mit der Forderung des Bürgerkomitees zur Waffenvernichtung. Neugierig geworden? Hier an dieser Stelle können Sie bald mehr dazu erfahren.


Die Foto-Ausstellung wurde fertig gestellt und am 11.08., unter Beachtung der Hygiene-Bedingungen, für die Öffentlichkeit frei gegeben.

„Geschichte hat einen Ort, jeder Ort hat eine Geschichte“, Eine fotografische Spurensuche
Vom 11.08.-30.09.2020 konnten die Besucher neue Blickweisen und ungewöhnliche Perspektiven nach-vollziehen und neu-entdecken.

(c) karin freistedt
(c) lorlies bernstein

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Die neue Ausstellung seit 1. Oktober thematisiert die Zeit von 1989/1990 und setzt Schlaglichter, unter dem Motto: „Von der Friedlichen Revolutuion zur Deutschen Einheit“. 

Die Massenflucht von DDR-Bürgern aus Ungarn und der CSSR im Sommer 1989 veranlaßt immer mehr Menschen in der DDR, auf die Straße zu gehen und gegen die Politik des SED-Regimes zu protestieren. Im Bild: Teilnehmer der sogenannten Montagsdemonstration in Leipzig Bundesregierung / Foto Harald Kirschner 

 

 

 

 


Unsere Bildungsarbeit hat sich in Zeiten der Pandemie ebenfalls verändert! Alle bisher gebuchten echten Projekttage fanden nicht statt! Die LehrerInnen vermissen uns, wir vermissen sie auch, sie und natürlich die SchülerInnen! (Übrigens, es gibt bereits Projekt-Anmeldungen für 2021!)
Aktuell haben wir ein virtuelles Angebot für Schulen erarbeitet, dass bei uns nachgefragt werden kann. Damit besteht die Möglichkeit, aus dem Klassenzimmer heraus, oder vom heimischen PC, virtuell ein Thema zu bearbeiten.

Tien Duc Nguyen SKL

Tien Duc Nguyen SKL

  • Das Thema: „Man hat Arbeitskräfte gerufen und es kommen Menschen!“ (M. Frisch) Ausländergruppen und Alltagsrassismus in der DDR
  • das Konzept gibt es hier
  • das digitale Angebot kann man (voererst) erfragen

An den Präsenztagen werden die gedruckten Neuanschaffungen in die Bibliothek eingearbeitet, neue Bücher und Medien warten auf interessierte LeserInnen:

Die Bibliothek ist nach Voranmeldung, unter Berücksichtigung der hygienischen Auflagen, für Besucher geöffnet. Entliehene Bücher gehen nach der Rückgabe in „Quarantäne“, keine 14 Tage, aber 24 Stunden (lt. Empfehlung des deutschen bibliotheksverbands). Der Leseraum kann von einem Besucher genutzt werden.


Und wenn es derzeit noch nicht möglich ist, öffentliche Autorenlesungen anzubieten, leihen Sie sich die Bücher eben bei uns aus!


Fotos: (c) Dokumentationszentrum

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„Madgermanes“ kommen 2021…

Ab 15. April wollten wir eine Ausstellung über ehemalige mosambikanische Vertragsarbeiter der DDR zeigen, so richtig: mit Eröffnung, mit einem Film, einer Einführung durch den Fotografen Malte Wandel und mit der Vorstellung des neuen Projektangebotes für SchülerInnen. Die derzeitige Lage in Deutschland lässt das leider nicht zu. Also gibt es hier einen kleinen Vorgeschmack, denn wir möchten die Fotoausstellung „Madgermanes“  auf jeden Fall zeigen. Nur der Termin ist derzeit nicht absehbar.

Und es sieht momentan so aus, dass wir die Ausstellung im Frühjahr 2021 präsentieren
– real, nicht nur im Netz. (Stand: 18.08.2020)


Malte Wandel (*1982) hat Fotografie und Medienkunst in Dortmund, Köln und Zürich studiert. Im Zentrum seines mehrfach ausgezeichneten Langzeitprojekts Einheit, Arbeit, Wachsamkeit – Die DDR in Mosambik stehen die sogenannten „Madgermanes“, junge Mosambikaner, die als Vertragsarbeiter in die ehemalige DDR entsandt wurden. Nach der Wende kurzerhand zurückgeschickt, eint sie bis heute der Kampf um fehlende Löhne und Erinnerungen an ein Leben in Ostdeutschland. Aktuell setzt sich Malte Wandel darüber hinaus mit der Geschichte der nächsten Generation der Völkerfreundschaft zwischen der ehemaligen VR Mosambik und der ehemaligen DDR auseinander: In Deutschland leben heute ca. 3.000 bis 5.000 Kinder von ehemaligen mosambikanischen Vertragsarbeitern. Ihre Familien sind häufig zerrissen, viele haben kaum Kontakt zu ihren Angehörigen in Mosambik.

Aus diesem Projekt sind unter anderem der Film „Madgermanes“ hervorgegangen:
https://www.dokfest-muenchen.de/films/view/7335

Ebenso das Buch „Einheit, Arbeit, Wachsamkeit“:
http://www.artbooksheidelberg.de/html/detail/de/malte-wandel-978-3-86828-298-6.html


Fahnenträger/ Wohnheim Oschatz/ Macuacua/ Sarah und Geschwister in Mosambik


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Volkskammerwahl 1990 – Ausstellung noch bis 15. Juni 2020

Immer mehr Menschen gingen im Herbst 1989 auf die Straße, um ihre Unzufriedenheit mit der DDR-Regierung und den bestehenden Verhältnissen zum Ausdruck zu bringen. Transparente und Sprechchöre wurden deutlicher und lauter.

Die Forderung nach freien und demokratischen Wahlen, die über das „Zettelfalten“ hinausgehen, konnte man auf vielen Spruchbändern und Plakaten lesen.
„Zettelfalten – Schnauze halten“ war nur einer der Slogans, der auf den Demos laut wurde. Denn – durch die bisherige Wahlpraxis in der DDR wurden die Wähler entmündigt. Jeder wusste, dass die Wahlergebnisse von über 99% nicht Volkes Wille sein kann …


AnfangInhalt u. a.

  • Von der Demo zum runden Tisch/ Vom runden Tisch zur freien Wahl
  • Wahlbündnis „Allianz für Deutschland“/ Wahlbündnis „Bund Freier Demokraten“/ Wahlbündnis „Bündnis 90“/ Wahlbündnis „Grüne Partei – Unabhängiger Frauen-verband“/ Wahlbündnis „Vereinigte Linke“ und SED/ PDS/  Sonstiges
  • Parteien-Wahlbündnisse-Initiativen
  • Wahlkreis 10, Magdeburg
  • Das Volk hat gewählt

Außerdem steht zu dieser Ausstellung pädagogisches Material zur Verfügung. (Handreichung)


InfoKarte zum Download


Bitte beachten: Aufgrund der besonderen Situation (Corona-Epidemie) ist der Zugang zur Ausstellung über den Zellentrakt.


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Verlängert! Noch bis 11. März 2020 „Die Macht der Gefühle. Deutschland 19/19“

20190122_Die-Macht-der-Gefuehle_212x300Mut, Freiheplakat_nostalgie_webitswille, Wille zu Veränderungen, Angst, Hoffnung, Freude, Zuversicht – das sind einige Gefühle, die die Menschen im Herbst ´89 bewegt haben.
Aber welche Rolle spielen Emotionen in der Geschichte überhaupt? Was geschieht im historischen Wandel in Politik und Gesellschaft mit Emotionen? Welche Rolle im (politischen) Alltag spielen Emotionen bis heute? Diese Ausstellung widmet sich den unterschiedlichsten Gefühlen und deren unterschiedliche (Aus-)Wirkungen, fordert zum Darüber-Nachdenken auf, zur Reflexion, auch außerhalb des Zeitraums 1919 bis 2019, der den Rahmen dieser Ausstellung bildet.


  • für Schulen geeignet
  • eine Ausstellung der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Dazu ein Beitrag in der Januarausgabe des Monatsmagazins m³ (Offener Kanal Magdeburg)
https://youtu.be/1OenURliyAk
(ab Minute 12:54)


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„Herbst 89“ im Magdeburger Dom

Herbst 1989 in Magdeburg

Auch in Magdeburg formierten sich im Herbst 1989 immer lauter Proteste gegen Unfreiheit und staatliche Willkür. Polizei und Staatssicherheit gingen teilweise brutal gegen Demonstranten vor, aber die Zeit der Angst vor der Staatsmacht war überwunden. „Wir sind das Volk“ war das neue Selbstbewusstsein. Die Öfnung der Grenzen am
9. November ließ den real existierenden Sozialismus endgültig scheitern.

Die gemeinsame Ausstellung des Bürgerkomitees Magdeburg e.V. und der Gedenkstätte Moritzplatz will an den Mut der Menschen in Magdeburg im Herbst 1989 erinnern


Ausstellungsdauer war vom 1. Oktober bis 18. November 2019


Die Eröffnung in der Großen Sakristei wurde u. a. mit dem Kurzfilm des Bürgerkomitees „Magdeburg im Herbst 1989“ begleitet.

Fotoimpressionen von der Eröffnung am 1.10.2019

Dom Magdeburg BesucherBesucher1


InfoKarte DomInfoKarte zum Download


 Fotos: Bettina Wernowsky

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