Veranstaltungen im 4. Quartal

Oktober– November– Dezember

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Ausstellung ab 29.11. „Die Stasi.“ Tätigkeit in den Regionen

„Die Stasi. Tätigkeit der DDR-Staatssicherheit in den Regionen“
Vom 29. November 2018 bis 24. Januar 2019


M_Abt_VIII_5097_Bild_Panorama_BStU, MfS, BV Magdeburg, Abt. VIII, Nr. 5097, Bl. 11


Das Foto zeigt das Bezirkspostamt Magdeburg. Es handelt sich um ein Schulungsbild für Beobachter des MfS: Ziel und Aufgabenstellung ist es, eine durch Personenbeschreibung
bzw. Bild bekannte männliche Person beim Betreten und Verlassen der Hauptpost zu dokumentieren. (Juli 1988); Quelle: BStU, MfS, BV Magdeburg, Abt. VIII, Nr. 5097, Bl. 11


Unter anderem mit den Themen

icons8_Checkmark_64px Stasi in Sachsen-Anhalt
icons8_Checkmark_64px Stasi und Anti-KKW-Protest
icons8_Checkmark_64px Stasi und KKW Stendal
icons8_Checkmark_64px Stasi und die Postkontrolle


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Eine Ausstellung der BStU


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„Ab nach Schwedt!“ – Zur Podiumsdiskussion vom 25.10.

Im Rahmen der Ausstellung „NVA-Soldaten hinter Gittern. Der Armeeknast Schwedt“ fand am 25. Oktober eine Podiumsdiskussion mit Zeitzeugen statt.

Begrüßung Fahle

Begrüßung Detlef Fahle (Verein Militärgefängnis Schwedt e.V.), li. Rainer Andratschke (Vors. Bürgerkomitee Magdeburg e.V.), re. Dr. Wiebke Janssen (Leiterin Dokumentationszentrum)

Begrüßung

Dr. Wenzke

Foto

Aus dem Material von Dr. Wenzke

Das Impulsreferat mit dem Titel „Ab nach Schwedt! Militärgerichtsbarkeit und Armeeknast in der DDR“ von
Dr. Rüdiger Wenzke (leitender wissen-schaftlicher Direktor am Zentrum für Militär-geschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr Potsdam) wurde von den zahlreichen (überwiegend männlichen) Besuchern interessiert verfolgt.
Dr. Wenzke sprach über die Praxis der Militärgerichtsbarkeit in der DDR und natürlich über Schwedt: Er hat die Erarbeitung der Ausstellung „NVA-Soldaten hinter Gittern. Der Armeeknast Schwedt“ wissenschaftlich begleitet und hat in seinem Vortrag auch noch einmal die Schwierigkeiten in der Aktenlage hervorgehoben – die Akten zum Armeeknast Schwedt waren nicht aufzufinden!

 

Die anschließende Podiumsdiskussion mit den Zeitzeugen Alfons Merkt und
Günter Meyer sowie mit Dr. Wenzke wurde von Dr. Wiebke Janssen (Leiterin des Dokumentationszentrums) moderiert. Zahlreiche Wortmeldungen und lebhafte Diskussionen zeigten die unterschiedlichen Erfahrungen und Standpunkte der Besucher. Aber es wurde auch deutlich, dass viele Besucher auf die Gelegenheit gewartet hatten, endlich ihre Geschichten erzählen zu können
und Antworten auf ihre Fragen zu Diskussionbekommen.

 

 

 

Das offizielle Ende der Veranstaltung war noch lange nicht das Ende der Gespräche.  Diskussion2Diskussion1


Schwedt_0001Für weitere Informationen gibt es die Publikation „Ab nach Schwedt! Die Geschichte des DDR-Militärstrafvollzugs“ von Dr. Rüdiger Wenzke


Fotos: Bettina Wernowsky

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Am 3. Oktober war Rathausfest!

Rollup1Bördezimmer im Magdeburger Rathaus: Vor dem Gastgeschenk der Magdeburger Partnerstadt Harbin (ein geknüpfter Wandteppich) Wandteppichstanden von 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr die Mitarbeiterinnen des Dokumentationszentrums und der Vorsitzende des Bürgerkomitees den Besuchern Rede und Anwort. Neben Fragen zur Arbeit des Dokumentationszentrums, zu den Veranstaltungen und zu den pädagogischen Angeboten nutzten viele Besucher die Gelegenheit, von Erlebnissen aus dem Herbst `89 zu berichten. Auch Aussagen zum gelebten Leben in der DDR wurden aus der Erinnerung zahlreicher Besucher hervorgeholt.Rollup
Manche Magdeburger haben ihre auswärtigen Gäste mitgebracht, Neu-Magdeburger schilderten ihre Eindrücke vom Leben und Zusammen-Leben in Magdeburg und haben mit Interesse die Existenz des Gedenkstättenkomplexes mit seinen vielfältigen Angeboten zur Kenntnis genommen. Beratung
Nach einem Blick in den aktuellen Veranstaltungsflyer für das 4. Quartal hat der Eine oder Andere bereits Termine vorgemerkt. Oder Fragen zu den pädagogischen Angeboten gestellt.

Außerdem gaben sich General von Steuben und die Magdeburger Jungfrau Magdeburger Jungfraudie Ehre. Rainer Andratschke (Vorsitzender des Bürgerkomitees Magdeburg e. V.) hat die Gelegenheit zu einem Foto-Shooting mit der Magdeburger Jungfrau genutzt.


Die Volksstimme berichtet am 04.10.2018: Rathausfest in Magdeburg; kann man hier nachlesen


Fotos: Bettina Wernowsky

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Das war der Tag des Offenen Denkmals

Ausschnitt

„Entdecken, was uns verbindet“


Das Programm Wir hatten: Die Sonderausstellung „NVA-Soldaten hinter Gittern“ Der Armeeknast Schwedt als Ort der Repression“

Wir hatten: Öffentliche Führungen

Wir hatten: Elke Ferner zu Gast mit einer Lesung aus ihrem Buch „Ich will mein Kind – Ausreiseantrag mit Folgen“

Wir hatten: einen Bücherflohmarkt, der zum  Stöbern im Dubletten-Bestand unserer Bibliothek eingeladen hat

Und – wir hatten ein tolles Publikum, das zahlreich und interessiert an den Führungen teilgenommen hat. Viele Besucher haben sich eigenständig auf Spurensuche begeben, und den authentischen Ort erkundet oder sich in der Dauerausstellung informiert. Die ganz jungen Besucher hatten natürlich eine Menge Fragen, so z. B., was die Gefangenen denn  zum Essen bekommen hätten.Lesen

Am Büchertisch wurde nicht nur in den angebotenen Büchern geblättert, es wurde diskutiert. Besucher haben die Lesung von Elke Ferner nach-besprochen und ihre Eindrücke von der bewegenden Lesung reflektiert. Mancher hielt es nicht aus, manche verließen die Lesung vorzeitig …

Wir haben uns über die große Resonanz gefreut und sind im nächsten Jahr zum Tag des offenen Denkmals wieder dabei!


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Nachlese einer Gesprächsrunde zum Prager Frühling

50 Jahre Niederschlagung des Prager Frühlings und die Reaktion der DDR

Ein „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ sollte das Resultat der Reformbemühungen der Kommunistischen Partei in der ČSSR mit Alexander Dubček sein. Die Garantie
von Grundrechten und eine gelockerte Planwirtschaft mit mehr Freiheiten für die Betriebe ließen jedoch die Machthaber in der Sowjetunion befürchten, dass die Reformbewegung eine Sogwirkung auf die anderen Ostblockstaaten ausübt. Das stellte eine Gefahr für den  Sozialismus dar.
Die Reaktion: In der Nacht vom 20. auf den 21. August 1968 rücken Truppen von fünf Warschauer-Pakt-Staaten in die ČSSR ein.
Als es nach dem 21. August 1968 in der DDR zu Demonstrationen und Verteilung von Flugblättern kommt, werden die Proteste durch die Sicherheitsorgane der
DDR unterdrückt.

Dr. Bohse

Dr. Daniel Bohse

Mit seinem Impulsreferat hat der Leiter der Gedenkstätte,
Dr. Daniel Bohse, die Reaktionen auf den Prager Frühling im Bezirk Magdeburg zusammengefasst. Anhand einiger Fälle aus den Archiven konnte D. Bohse anschaulich darstellen, welche Aktionen zu welchen Konsequenzen für die Betroffenen führten. So z. B. im Fall von zwei Groß Rodenslebenern, die an Hauswände „Hetz“-Parolen schrieben. Ihre Sympathiebekundungen mit den Reformern in der ČSSR hatten 2 Jahre und 6 Monate Haft für beide zur Folge.

In einer anschließenden Gesprächsrunde sind Zeitzeugen, auch aus dem Publikum, zu Wort gekommen, die die damaligen Ereignisse hautnah miterlebt haben:

Das Magdeburger Pastorenehepaar Waltraut und Gerhard Zachhuber besuchte im Frühjahr 1968 Familienangehörige in der Slowakai. Mit Schwierigkeiten kamen sie zu einem Visum. Sie erlebten vor Ort die Diskussionen um die Reformen und die Hoffnungen und Ängste über den Ausgang der Ereignisse. Es waren aber auch die internen Probleme zwischen Slowaken und Tschechen spürbar, die mit dem Slowaken Dubček lösbar erschienen.

Hans-Jürgen Fink, Journalist aus Berlin weilte als damaliger Wirtschafts- und Sozial-
wissFinkenschaftler aus dem Westen zu Forschungstätigkeiten an der Ökonomischen Hochschule Prag (1967 bis 1968). Im Verlauf des Abends hob er die Bedeutung der Prager Frühjahrs-Ereignisse für die Friedliche Revolution 1989 hervor. Die Hoffnungen, die sich mit dem Beginn der Reformbewegung nicht nur in der ČSSR ausbreiteten, wurden bei der Niederschlagung nicht endgültig zersört. Die Menschen der DDR 1989 wollten allerdings mehrheitlich kein neues Modell einer sozialistischen Gesellschaft …


Podium

Das Podium (v. l.) Waltraut Zachhuber, Gerhard Zachhuber, Hans-Jürgen Fink, Dr. Daniel Bohse

Publikum1 Viele Besucher
erinnerten sich: an ihre Erlebnisse im Frühjahr 1968, an Inhaftierungen oder Brüche in der beruflichen Lauf-bahn.


„Frühlingsträume in Prag“, so titelt Hans-Jürgen Fink in der Magdeburger Volksstimme vom 08.08.2018. (Kann man hier nachlesen)


Fotos: Kordula Zollenkop

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