„Madgermanes“ kommen noch …

Ab 15. April wollten wir eine Ausstellung über ehemalige mosambikanische Vertragsarbeiter der DDR zeigen, so richtig: mit Eröffnung, mit einem Film, einer Einführung durch den Fotografen Malte Wandel und mit der Vorstellung des neuen Projektangebotes für SchülerInnen. Die derzeitige Lage in Deutschland lässt das leider nicht zu. Also gibt es hier einen kleinen Vorgeschmack, denn wir möchten die Fotoausstellung „Madgermanes“  auf jeden Fall zeigen. Nur der Termin ist derzeit nicht absehbar. Wir informieren aber auf unserer Homepage, auf jeden Fall …


Malte Wandel (*1982) hat Fotografie und Medienkunst in Dortmund, Köln und Zürich studiert. Im Zentrum seines mehrfach ausgezeichneten Langzeitprojekts Einheit, Arbeit, Wachsamkeit – Die DDR in Mosambik stehen die sogenannten „Madgermanes“, junge Mosambikaner, die als Vertragsarbeiter in die ehemalige DDR entsandt wurden. Nach der Wende kurzerhand zurückgeschickt, eint sie bis heute der Kampf um fehlende Löhne und Erinnerungen an ein Leben in Ostdeutschland. Aktuell setzt sich Malte Wandel darüber hinaus mit der Geschichte der nächsten Generation der Völkerfreundschaft zwischen der ehemaligen VR Mosambik und der ehemaligen DDR auseinander: In Deutschland leben heute ca. 3.000 bis 5.000 Kinder von ehemaligen mosambikanischen Vertragsarbeitern. Ihre Familien sind häufig zerrissen, viele haben kaum Kontakt zu ihren Angehörigen in Mosambik.

Aus diesem Projekt sind unter anderem der Film „Madgermanes“ hervorgegangen:
https://www.dokfest-muenchen.de/films/view/7335

Ebenso das Buch „Einheit, Arbeit, Wachsamkeit“:
http://www.artbooksheidelberg.de/html/detail/de/malte-wandel-978-3-86828-298-6.html


Fahnenträger/ Wohnheim Oschatz/ Macuacua/ Sarah und Geschwister in Mosambik


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