Online-Veranstaltung „Steuer- und Kapitalflucht unwahrscheinlich“

Ankündigung der Vortrags- und Diskussionsveranstaltung des Dokumentationszentrums und der Gedenkstätte Moritzplatz im Rahmen der Aktionswoche „Eine Stadt für alle“ der Initiativgruppe Weltoffenes Magdeburg

Datum: 20. Januar 2022

Uhrzeit: 17:30 Uhr

Format: Digital-Angebot über Webex

Bereits wenige Wochen nach der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler stellten die Nationalsozialisten unter Beweis, dass sich die Situation für jüdische Bürger im Reichsgebiet drastisch verschlechtern sollte. Warum aber haben sich Menschen jüdischer Herkunft nicht rechtzeitig der Entrechtung und dem drohenden Terror durch Auswanderung entzogen, lautet eine häufig gestellte Frage. Um eine Ausreise überhaupt erst umsetzen zu können, mussten sich die Betroffenen durch ein Labyrinth von Anordnungen, Erlassen, Befehlen und Verboten bis hin zu überhöhten Steuerzahlungen graben, was ihren finanziellen Ruin bedeutete.

Im Fokus steht die von staatlichen Stellen betriebene Ausplünderung auswanderungswilliger und bereits emigrierter Juden in Magdeburg während der nationalsozialistischen Diktatur. Der Vortrag gibt einen Überblick über das Zusammenwirken von Finanzverwaltung und Gestapo bei der Ausplünderung jüdischer Emigranten anhand des lokalen Fallbeispiels des Magdeburger Ehepaares Oppenheim.

Die anschließende Diskussion mit den Teilnehmern wird von Dr. Daniel Bohse, Gedenkstättenleiter der Gedenkstätte Moritzplatz, moderiert.

Es wird um Anmeldung per Mail an info-moritzplatz@erinnern.org gebeten. Die Zugangsdaten zur Veranstaltung werden rechtzeitig via E-Mail versandt.

Die Online-Verstaltung findet im Rahmen der Aktionswoche „Eine Stadt für alle“ der Initiativgruppe Weltoffenes Magdeburg statt. Hier können Sie sich über das Programm informieren.